Braunauer Zeitgeschichte-Tage 2018

Braunauer Zeitgeschichte-Tage 2018 setzen sich mit dem Erbe von 1968 auseinander.

„1968“ meint nicht nur eine Jahreszahl, sondern kann als Chiffre für eine Umbruchszeit gesehen werden, die viele Lebensbereiche betraf und in vielen Ländern parallel, auch unter gegenseitiger Beeinflussung, wirksam wurde.

Es ist, je nach Sichtweise, Verdienst oder Schuld der „68er“, strenge Gepflogenheiten aufgeweicht und Umgangsformen gelockert zu haben. Der Grundstein für viele Elemente demokratischer Kultur war aber gelegt: offene Diskussionen, Transparenz, sinnvolle Tabubrüche, das bedingungslose Eintreten für den Wert des Menschen und seine Würde. Und es sind seitdem ein wenig mehr Human Touch, Anständigkeit, Toleranz, Geduld und Lässigkeit eingezogen. Viele der damaligen Protagonistinnen und Protagonisten sind mit oder ohne „Marsch durch die Institutionen“ mittlerweile ins Rentenalter gekommen, die Auseinandersetzung mit dem und um das Erbe von 1968 findet immer noch statt – diesmal in Braunau. Renommierte Gäste, Zeitzeugen aus dem In- und Ausland werden referieren, veränderte Geschlechterrollen sind ebenso Thema wie Popmusik, Friedensbewegung oder das gewaltsame Ende des „Kommunismus mit menschlichem Antlitz“. Der überregionale Blick wird ergänzt durch den Fokus auf regionale Geschichte, auf die „Provinz“.

  1. Braunauer Zeitgeschichte-Tage: „1968“

Freitag, 28. bis Sonntag, 30. September 2018 | Gugg – Kulturhaus Stadt Braunau | Eintritt frei.  Programm:  Braunauer Zeitgeschichte-Tage 2018

Begleitende Ausstellungen

Im Gugg-Foyer werden Fotos aus dem Archiv Wolfgang Baier, dazu Fotos aus privaten Sammlungen und zeitgenössische Pressetexte ausgestellt, welche die Beiträge illustrieren sollen.

Eine zweite Ausstellung im Obergeschoß des Gugg-Foyers zeigt Projektarbeiten von Studierenden der Technischen Universität Wien (Architektur), die sich im Rahmen einer Lehrveranstaltung mit einer Vielzahl von Fragen im Zusammenhang mit der Bedeutung von Hitlers Geburtshaus in Braunau innerhalb der (österreichischen) Geschichtspolitik und damit, was das (künftige) ArchitektInnen angeht, auseinandersetzen. Nach einer theoretischen Annäherung, Recherche und Analyse im Sommersemester 2018 an der TU Wien wird in einem einwöchigen Workshop in Braunau die räumliche Auseinandersetzung mit dem Objektumfeld und mit den Erfahrungen, die die BraunauerInnen mit diesem verbinden, in Form von Projektarbeiten entwickelt, dokumentiert und der Öffentlichkeit bei den Zeitgeschichte-Tagen zugänglich gemacht.

Die Zeitgeschichte-Tage widmen sich der Auseinandersetzung mit dem Erbe von 1968.

 

 

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