Erstes Aspacher Gesundheitssymposium

Erstes Aspacher Gesundheitssymposium: Power für die Gelenke!

Aspach, 29.04.2019: „Österreich hat kein Gesundheitssystem, sondern ein Krankheitssystem“, erklärte Dr. Günther Beck, Geschäftsführer des Revital Aspach, auf dem ersten Aspacher Gesundheitssymposium. „Unsere Gesellschaft wird immer älter und kränker, unser Gesundheitssystem könnte bald schon an die Wand gefahren sein.“

Dr. Günther Beck beim Ersten Aspacher Gesundheitssymposium

Nach einer aktuellen Eurostat-Studie liegt Österreich in Bezug auf die gesunden Lebensjahre eines Menschen mit 57 Jahren weit hinter EU-Durchschnitt mit rund 64 Jahren. Vorreiterländer wie Schweden mit 73 gesunden Lebensjahren zeigen, wie viel Einfluss das richtige Gesundheitssystem mit Fokus auf Prävention nachhaltig auf unsere Gesundheit haben kann. „In der klassischen Schulmedizin werden leider oftmals nur Symptome behandelt, die eigentlichen Ursachen gerade für chronische Probleme bleiben häufig unerkannt.“ schilderte Dr. Beck weiter. Nur mit zeitgemäßen präventiven Konzepten können Krankheiten verhindert bzw. unsere Lebensqualität gerade in fortgeschrittenem Alter erhöht werden.

Dr. Beck: „Hier ist nicht nur unser System gefordert, sondern auch jeder von uns muss seinen Beitrag dazu leisten und aktiv in seine eigene Gesundheit investieren. Wir müssen weg vom „all inklusiv Gedanken“ in der Medizin kommen und selbst die Verantwortung für uns und unseren Körper übernehmen!“

Power für die Gelenke
Mit dem Thema „Power für die Gelenke“ zeigten die Revital Aspach Experten aus den Bereichen Medizin, Ernährung, Physiotherapie und Massage die wesentlichen Eckpfeiler für ein gesundes Leben und einen intakten Bewegungsapparat auf. Ergänzt wurde das Aspacher Gesundheitssymposium durch eine medizinische Fachveranstaltung mit hochkarätigen Experten wie Dr. Günther Straub, Prof. Dr. Elmar Wienecke, Dr. Sabine Wied-Baumgartner und Dr. Rebekka Zirbel, die tiefe Einblicke in ihren Arbeitsalltag und die neuesten Forschungen gaben. Conclusio des Aspacher Gesundheitssymposium war, dass die richtige Ernährung und ausreichend Bewegung die wichtigsten Säulen zur Erhaltung der Gesundheit sind. „Ein Pfeiler alleine reicht nicht aus, alle Lebens-bereiche müssen gemeinsam eingesetzt werden, um auch langfristig Gesundheits- und Gelenksprobleme vorzubeugen“, bestätigt Dr. Beck.

Profisportler zu Gast im Revital Aspach
Gerade im Leistungssport sind Ernährung und Prävention ein großes Thema, dem immer mehr Stellenwert zugemessen wird. Olympiamedaillengewinner Christoph Sumann, Weltklasse-Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger und Profiradfahrer Sebastian Schönberger diskutierten mit Dr. Beck unter anderem über die Bedeutung der richtigen Ernährung. Besonders im Leistungssport müssen die Sportler darauf achten, genügend Nährstoffe zu sich zu nehmen, um den Körper optimal bei Kräften halten zu können und Verletzungen vorzubeugen, individualisierte Mikronährstoff-Konzepte sind hier ein wesentlicher Bestandteil. Lukas Weißhaidinger: „Wenn ich meinem Körper nicht alle wichtigen Nährstoffe zuführe, grenzt das an Körperverletzung.“ Auch der international anerkannte Sportwissenschaftler Prof. Dr. Elmar Wienecke bestätigte: „Um den Sport dopingfrei machen zu können, geht das nur, indem wir dem Körper alles zuführen was ihm fehlt.“

Der Sporttalk beim Ersten Aspacher Gesundheitssymposium: Sebastian Schönberger, Christoph Suman, Lukas Weißhaidinger und Dr. Günther Beck beim Ersten Aspacher Gesundheitssymposium, Copyright: © Revital Aspach

Die Ernährung – Das richtige Rezept für unsere Gelenke
Bereits Hippocrates, der bis heute als „Vater der Medizin“ gilt, erkannte, dass unsere Ernährung eine starke therapeutische Wirkung hat. Früchte und Gemüse besitzen eine gesundheitsfördernde Wirkung und versorgen uns täglich mit wertvollen Nährstoffen. „Wir sollten bei unserer Ernährung immer bedenken, dass wir nicht nur unseren Geist, sondern auch unsere Gelenke und Knochen mit wichtigen Nährstoffen versorgen müssen. „Schließlich tragen sie uns ein Leben lang Tag für Tag“, erklärt die Diätologin Daniela Heinzl. Bei einer gesunden Ernährung geht es darum, nicht nur Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, sondern seinen Körper mit vollwertigen Lebensmitteln zu versorgen. „Erkennt man erst die Wirkung hinter all den Lebensmitteln könnte man einen Supermarkt schon fast mit einer Apotheke vergleichen“, so Dr. Günther Beck. Die Zellen im menschlichen Körper müssen mit sogenannten Mikronährstoffen versorgt werden, welche im Gegensatz zu Makronährstoffen nicht der Energiezufuhr dienen. Unser Bewegungskörper braucht je nach individueller Beanspruchung die richtige Versorgung mit Vitaminen, Enzymen und Spurenele-menten. Im Revital Aspach wird beruhend auf jahrelanger Erfahrung auf eine individualisierte Nährstoffzufuhr Wert gelegt. „Eine falsche oder unangepasste Ernährung ist oft Mitursache von vielen Erkrankungen oder kann bestehende Krankheitsbilder noch verschlimmern“, erklärt die Diätologin.

Copyright: © Revital Aspach

Die Bewegung – Der Motor unserer Gelenke
Die Gelenke in unserem Körper sind primär dafür gemacht worden, damit wir uns fortbewegen können. Somit ist es naheliegend, dass Gelenke auch in Bewegung bleiben sollten, um optimal funktionieren zu können. Ohne körperliche Aktivität kann der Stoffwechsel, der auch in den Gelenken stattfindet, nicht durchgeführt werden. Dieser Stoffwechsel, der durch veränderte Druckverhältnisse in den Gelenken erzeugt wird, verhindert, dass sich Ablagerungen in den Gelenken festsetzen und führt zu einer besseren Ver- und Entsorgung. Generell sorgt Bewegung ebenfalls dafür, dass wir uns wohler in unseren Körpern fühlen. Das A und O dabei ist, die Bewegung kontinuierlich auszuführen, also nicht nur sporadisch alle paar Wochen. „Nur durch wiederkehrende Bewegung können die Gelenke konstant aktiv gehalten und geschmiert werden, was unumgänglich ist für das Wohlbefinden unseres Körpers!“, erklärt Stefan Schäfer, Therapieleiter im Revital Aspach.

Die Bewegung – Der Motor der Gelenke, Copyright: © Guenter Wohlschlager

So ernährt sich unser Körper
Unsere Zellen sind von einer Flüssigkeit umgeben, der extrazellulären Matrix, die das Zellgewebe mit Nährstoffen versorgt. Muskelzellen und auch andere Zellen schwingen in einem bestimmten Rhythmus. Wird dieser Rhythmus der Bewegung gestört, funktioniert die Nährstoffzufuhr nicht mehr ausreichend. Im Gewebe eingelagerte Giftstoffe, die wir Tag für Tag aufnehmen, können dann nicht mehr in ausreichendem Maße abtransportiert werden. Eine Folge davon sind Schmerzen im Bewegungsapparat, im Nervengewebe oder in den Knorpeln, Gelenken und Gefäßen. „Im Revital Aspach haben wir mit der Matrix-Rhythmus-Therapie ein sehr erfolgsversprechendes Angebot, das die Zellen wieder in den richtigen Rhythmus zurückbringen kann. Die Stoffwechselprozesse der Zellen werden wieder normalisiert und der körpereigene Heilprozess kann wieder einsetzen!“ erklärt Thomas Meingassner, Therapeut im Revital Aspach.

Die Muskulatur – Ein wichtiges Organ des menschlichen Körpers
„Muskeln sind bei weitem nicht nur Kraftmacher oder etwa ein Schönheitsideal. Die gesamte Muskelmasse wird in der modernen Medizin als Organ gesehen, welches mit allen anderen Organen kommuniziert!“, berichtet Dr. Robert Danner, Ärztlicher Leiter Revital Aspach, von den neuesten medizinischen Erkenntnissen. Diese Interaktion findet mittels hormonähnlicher Botenstoffe statt, den sogenannten Myokinen. Als Botschafter unserer Muskulatur beeinflussen sie das Gehirn, das Herz, das Fettgewebe und das Immunsystem. Es gibt mehrere hunderte Arten von Myokinen und die vielfältige Wirkung der meisten ist noch nicht zur Gänze geklärt. Wenn man Sport betreibt und sich bewegt, ziehen sich die Muskeln zusammen und senden Myokinen aus. Je nachdem auf welche Art und Weise der Körper beansprucht wird, verändert sich die Art der Botenstoffe. „Es macht natürlich für den Körper einen Unterschied, ob ich einen Sprint auf 100 Meter oder einen Halbmarathon laufe“, erklärt Dr. Robert Danner, „Unsere Muskulatur erkennt die Bedürfnisse des Körpers und sendet passend dazu die richtigen Informationen an unsere anderen Organe weiter.“
Jeder trägt also eine innere Apotheke in sich, die durch körperliche Aktivität in Gang gesetzt wird. Aus diesem Grund wirkt Sport sowohl vorbeugend, als auch als Therapie bei Erkrankungen wie Übergewicht und Diabetes. Durch körperliche Ertüchtigung kann das Risiko sowohl für Herzinfarkt als auch für Krebs reduziert werden oder auch Demenz und Depressionen vorgebeugt werden.

Die Muskulatur – Ein wichtiges Organ des Körpers, Copyright: © Guenter Wohlschlager

Das Bindegewebe – Unser unterschätztes Regulationssystem
Das Bindegewebe ist ein komplexes und vielmals unterschätztes Organsystem und es verlangt einer lebenslangen Betätigung und Bewegung. Wenn das nicht passiert, werden Muskeln unbeweglich, Gelenke steif, Faszien klebrig, und Bandscheiben und Knorpelgewebe abgenutzt. Der Körper kann so nicht mehr reibungslos funktionieren und wird träge, sogar schon in relativ jungen Jahren. Nicht nur das Bindegewebe alleine benötigt körperliche Aktivität, sondern unser gesamter Körper ist darauf angewiesen. Blutdruck, Atmung, Herz, Kreislauf, Immunsystem, Muskeln, Nieren, Knochen, Verdauungssystem, Gehirn sowie der Energiestoffwechsel profitieren von regelmäßigem Sport. Viel Bewegung fördert die seelische Ausgeglichenheit, verhindert Gewichtszunahme und verringert das Risiko von Unfällen und degenerativer Erkrankungen im Alter. Der Schritt zu einem aktiven Lebensstil ist nicht nur der Schlüssel zu mehr Wohlbefinden und Vitalität, sondern kann auch einer Reihe von Zivilisationskrankheiten entgegensteuern. Das Bindegewebe mag zwar nicht das interessanteste Organ des Körpers sein, man sollte es aber ausreichend berücksichtigen und in Bewegung halten.

„Bewegung ist eines der Grundheilmittel“, bestätigt Dr. Günther Straub, Facharzt für Unfallchirurgie und Spezialist für Sport- und Höhenmedizin. „Mit etwas Sport kann das allgemeine Wohlbefinden beträchtlich gesteigert werden, allerdings muss man aufstehen und auch damit anfangen. Niemand kann uns diese Aufgabe abnehmen und solange wir uns nicht dazu aufraffen, wird sich nichts an unserer Situation ändern.“

Dr. Günther Beck und Dr. Günther Straub,  Copyright: © Revital Aspach

Die Experten aus dem Team des Revital Aspach: Stefan Schäfer, Daniela Heinzl, Dr. Robert Danner und Thomas Meingassner beim Ersten Aspacher Gesundheitssymposium, Copyright: © Revital Aspach

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