Kurznachrichten Oberösterreich 11.07.2018

Kurznachrichten Oberösterreich

Bezirk Vöcklabruck

Pensionistin fiel auf Internetbetrüger herein

Eine 70-Jährige aus dem Bezirk Vöcklabruck erhielt am 11. Juli 2018 ein dubioses Mail von einem gefälschten Adressaten, betreffend ihrer Steuerrückzahlung. Als die Pensionistin einen Link in diesem Mail öffnete, gelangte sie durch die Auswahl ihrer Bank und durch die Eingabe ihrer Verfügernummer sowie ihres Passwortes in das Netbanking Portal ihres Girokontos. Durch Klicken eines weiteren Links wurde dem Opfer mitgeteilt, dass in fünf Tagen ein Betrag von 1.800 Euro auf ihr Konto rücküberwiesen wird. Minuten später erhielt sie über eine Privatnummer einen Anruf. Der Anrufer teilte ihr mit, dass die Überweisung der Rückzahlung noch länger dauern wird und schickte per SMS einen 6-stelligen Tan. Während des Telefongespräches forderte der Anrufer die Pensionistin auf, diesen Tan beim Telefonat zu wiederholen.

Erst nach Beendigung des Telefonates fiel der Pensionistin auf, dass es sich hier um einen Betrug handelte. Es wurden gleich nach dem Telefonat mehrere Zehntausend Euro von ihrem Konto abgebucht. Glücklicherweise konnte der Betrag von der Bank zurückgebucht werden. Die Polizei bittet hier um besondere Vorsicht.

Bezirk Rohrbach

Zwei Verletzte bei Verkehrsunfall

Ein 74-jähriger Autofahrer aus dem Bezirk Rohrbach fuhr am 11. Juli 2018 mit seinem Auto in Rohrbach auf der B 127. Bei einer Kreuzung hielt er laut Zeugen vorschriftsmäßig an, fuhr aber plötzlich in die Kreuzung ein, obwohl von links auf der B 127 ein 61-Jähriger aus dem Bezirk Rohrbach mit seinem Auto ankam. Aufgrund des unvermittelten Einfahrens in die Kreuzung konnte der 61-Jährige nicht mehr ausweichen und es kam zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Beide Personen wurden unbestimmten Grades verletzt und nach der Erstversorgung in das LKH Rohrbach eingeliefert. An beiden Fahrzeugen entstand Totaschaden.

Bezirk Steyr Land

Auffahrunfall

Zu einem Auffahrunfall kam es am 11. Juli 2018 gegen 15:10 Uhr in der Gemeinde Rohr im Kremstal. Eine 50-jährige Autofahrerin aus dem Bezirk Wels Land war mit ihrem Auto auf der B 122 Richtung Kremsmünster unterwegs. Dort wollte sie nach Oberrohr einbiegen, musste aber aufgrund von Gegenverkehr stehen bleiben. Der nachkommende 42-jährige Autofahrer aus dem Bezirk Kirchdorf an der Krems dürfte dies zu spät gesehen haben und prallte auf den bereits stehenden Pkw der 50-Jährigen. Ihr Auto wurde durch den Anprall in den Gegenverkehr geschleudert und prallte dort frontal mit dem entgegenkommenden Pkw eines 78-Jährigen aus dem Bezirk Wels Land zusammen. Alle Autos wurden schwer bzw. total beschädigt. Der 78-Jährige erlitt Verletzungen unbestimmten Grades und wurde mit der Rettung in das Klinikum Wels gebracht. Die Bundesstraße B 122 war für die Dauer der Aufräumungs- und Vermessungsarbeiten für den gesamten Verkehr gesperrt.

Bezirk Vöcklabruck

Mordversuch mit Brandstiftung

Zu einem Mordversuch mit Brandstiftung kam es am 11. Juli 2018 gegen 4 Uhr früh in einem Mehrfamilienhaus in Frankenburg. Demnach wurde in den frühen Morgenstunden eine 88-jährige pflegebedürfte Frau geweckt, als die Katze auf ihr Bett sprang. Die Frau bemerkte sofort, dass in ihrem Schlafzimmer ein Brand ausgebrochen war und sie konnte dieses auch sogleich mit ihrer Bettdecke eindämmen. Anschließend verständigte die Frau ihre Familienangehörigen, die im ersten Stock wohnhaft sind und noch geschlafen haben. Weiters bemerkte die Familie, dass es auch im Zimmer der 54-jährigen polnischen Pflegehelferin brannte. Der 31-jährige Enkelsohn alarmierte sofort die Einsatzkräfte. Aufgrund der vorgefundenen Spurenlage und der Erhebungen der Polizei, steht die 54-jährige Polin im Verdacht den Brand gelegt zu haben. Da diese jedoch nicht auffindbar war, wurde eine großangelegte Suchaktion eingeleitet. Gegen 9 Uhr konnte die Frau von den Suchmannschaften in einem Waldstück aufgegriffen und festgenommen werden. Da die Frau einen verwirrten Eindruck machte, wurde sie nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Wels in den Neuromed-Campus Linz eingeliefert. Die 88-Jährige wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in das LKH Vöcklabruck eingeliefert. Die restlichen Familienangehörigen wurden nicht verletzt. Das Wohnhaus ist zurzeit nicht bewohnbar, der Sachschaden ist erheblich. Die näheren Hintergründe der Tat sind noch Gegenstand der Erhebungen. Die Ermittlungen wurden vom Landeskriminalamt übernommen.

Bezirk Kirchdorf an der Krems

Suchtgiftring aufgedeckt – zwei Beschuldigte in Haft

Nachdem bereits Anfang 2018 nach Erhebungen der Suchtgiftermittlungsgruppe der Polizeiinspektion Kirchdorf insgesamt vier afghanische Asylwerber wegen Verdacht des gewerbsmäßigen Handels mit Cannabiskraut festgenommen werden konnten, ergaben sich bei der Befragung der Abnehmer weitere konkrete Hinweise auf einen Suchtgiftring im Großraum Molln, der das Marihuana von Asylwerbern in Steyr an- und an zahlreiche Abnehmer im Steyrtal weiterverkaufte. Daraufhin wurden weitere umfangreiche Ermittlungen in einer bezirksübergreifenden Kooperation mit dem Kriminalreferat des Stadtpolizeikommandos Steyr geführt. Mitte März 2018 konnten bei einer koordinierten Aktion zwei afghanische Asylwerber im Alter von 19 und 24-Jahren in ihren Asylunterkünften in Steyr festgenommen und in U-Haft überstellt werden.
Beim Landesgericht Steyr wurde betreffend dem 19-Jährigen bereits eine Anklageschrift eingebracht, wobei ihm zur Last gelegt wird, rund 15 Kilogramm Cannabiskraut in Seyr anderen Personen weitergegeben zu haben. Der 24-Jährige, der mehr als 1,5 Kilogramm Marihuana weitergegeben hat, wurde bereits zu einer mehrmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt.
Ein weiterer 31-jähriger afghanischer Asylwerber ist untergetaucht und seither flüchtig. Nach ihm wird mit einer Festnahmeanordnung gesucht. Der Großteil dieser mehr als 15 kg Marihuana wurde von insgesamt sechs Jugendlichen aus Molln, Leonstein und einem weiteren Asylwerber aus Molln an verschiedenen Orten in Steyr angekauft und von diesen im Steyrtal gewinnbringend weiter verkauft. Die 15 Kilogramm Cannabiskraut entsprechen einem Straßenverkaufswert von 150.000 Euro.
Das ins Steyrtal verbrachte Marihuana wurden von zahlreichen, Großteils noch jugendlichen Suchtgiftkonsumenten angekauft und konsumiert. Mehr als 25 Drogenkonsumenten konnten in Zusammenarbeit mit Beamten der Polizeiinspektion Steyrtal ausgeforscht und von diesen zur Anzeige gebracht werden. Die Ermittlungen zu den vorwiegend Steyrtaler Drogenkonsumenten werden noch weiter geführt.

 

Stadt Wels

Telefonbetrüger rief Welser an

Am 10. Juli 2018 bekam gegen 13:40 Uhr bekam ein Mann in Wels einen auf sein Privattelefon. Da eine Telefonnummer am Display aufschien, hob der 60-Jährige ab. Am anderen Ende der Telefonleitung gab sich ein Mann mit eher gebrochenem Deutsch als Mitarbeiter einer großen Bank aus. Dieser gab ihm zu verstehen, dass er selbst sowie auch seine gesamte Familie erhebliche Spielschulden angehäuft habe und er diese umgehend überweisen solle. Der 60-Jährige unterbrach das Gespräch und gab dem unbekannten Mann zu verstehen, dass er die Angelegenheit seinem Rechtsanwalt übergeben wird und beendete umgehend das Gespräch. Es wurde zu keinem Zeitpunkt eine genauer Geldbetrag gefordert. Beim Rückruf an die mitgesendete Nummer wies diese keinen Anschluss auf. Nach bisherigem Erkenntnisstand dürfte bei den Betrugsversuchen die Telefonnummer 01/40420042399 verwendet worden sein. Die Polizei bittet um Vorsicht.

Stadt Wels

Ladendiebin hortete Diebesgut in Wohnung

Am 9. Juli 2018 um 11:25 Uhr wurde eine Polizeistreife in Wels zu einem Bekleidungsgeschäft beordert, da dort eine Angestellte eine Ladendiebin auf frischer Tat betreten hat. Eine 39-jährige Welserin gestand, drei Paar Schuhe, eine Tasche, ein Shirt und eine Schlüsseltasche gestohlen zu haben. Eine Durchsuchung des Pkw der Frau verlief vorerst negativ, da diese keinen Schlüssel bei sich hatte. Sie gab an, dass diesen eine Freundin, die kurz vor dem Eintreffen der Polizisten mit ihr beim Geschäft war, bei sich hat und sie mit ihrem Pkw weggefahren sei. Diese Aussage wurde von den Angestellten des Geschäfts bestätigt. Da die Verdächtige angab, in der Wohnung einen Zweitschlüssel zu haben, fuhren die Beamten mit der 39-Jährigen dort hin. In der Wohnung fanden die Polizisten zahlreiche Artikel mit Preisschildern vor und die Ladendiebin gab sämtliche gestohlene Waren freiwillig heraus. Mittlerweile konnte die Freundin der Beschuldigten mit dem Fahrzeug an ihrer Wohnadresse angehalten werden. Daraufhin wurde noch eine freiwillige Nachschau im Fahrzeug der 39-Jährigen gehalten – auch dort wurden weitere Artikel vorgefunden und sichergestellt. Insgesamt wurden fünf große Kartons mit gestohlener Ware sichergestellt. Die Gesamtschadenshöhe steht derzeit noch nicht fest. Die 39-Jährige wird der Staatsanwaltschaft angezeigt.

Bezirk Linz Land

Auffahrunfall in St. Florian

Ein 45-jähriger Autofahrer aus Linz war mit seinem Auto am 10. Juli 2018 gegen 22 Uhr auf der B 1 in St. Florian unterwegs. Laut seinen eigenen Aussagen lief plötzlich ein Reh auf die Fahrbahn. Er bremste seinen Pkw abrupt ab. Das dürfte eine hinter ihm fahrende 34-jährige Autofahrerin aus dem Bezirk Perg übersehen haben und prallte heftig gegen das Heck des Pkw. Dieser geriet von der Straße und kam in der Böschung zum Stehen. Der 45-Jährige konnte das Auto aus eigener Kraft nicht mehr verlassen. Er wurde vom Notarzt und der Rettung versorgt und in das UKH nach Linz gebracht. Die Rettung brachte die Autofahrerin mit Verletzungen unbestimmten Grades in das Med Campus III nach Linz. Die B 1 war für die Dauer der Bergungsarbeiten bis 23:05 Uhr nur einseitig passierbar.

Stadt Linz

Polizisten fanden Suchtgift

Polizisten der Landespolizeidirektion Oberösterreich führten am 10. Juli 2018 gegen 19:05 Uhr Schengenkontrollen am Hauptbahnhof Linz durch. Sie sahen mehrere Personen und wollten diese einer Kontrolle unterziehen. Einige der Personen gingen, als diese die Beamten erblickten in sämtliche Richtungen davon. Drei Männer wurden dennoch einer Kontrolle unterzogen. Als die Kontrolle endete und die Beamten Richtung Eingang des Hauptbahnhofes weitergingen, entdeckten diese hinter der Mauer vor einem Gebüsch das Klemmsäckchen mit Marihuana. Es konnte kein konkreter Zusammenhang zwischen dem aufgefundenen Marihuana und den drei kontrollierten Personen hergestellt werden. Das Klemmsäckchen mit den Drogen wurde der Spurensicherung übergeben.

 

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