Oberösterreich News 04.02.2019

Unbekannte gaben sich als Zivilpolizisten aus

Bezirk Urfahr-Umgebung

Am 3. Februar 2019 um 12:30 Uhr zeigte eine 16-Jährige aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung auf der Polizeiinspektion Steyregg folgenden Sachverhalt an:
Sie sei am 2. Februar 2019 noch spät unterwegs gewesen. Kurz vor Mitternacht sei sie in Steyregg in der Linzerstraße bei der Bahnunterführung am Gehsteig gegangen, als ein weißes größeres Fahrzeug (ev. SUV/Geländewagen) neben ihr anhielt. Dieses sei mit zwei Personen besetzt gewesen, einem Mann und einer Frau und die Frau habe sie aus dem Auto heraus angesprochen.
Sie hätte sich sofort als „Zivilpolizei“ vorgestellt und der 16-Jährigen mehrere Fragen gestellt, u.a. was sie „kosten würde“, wo man hier gut essen könne, was sie hier mache, wo sie hingehen würde, wie alt sie sei etc. Weiters forderte die Frau die 16-Jährige auf, sich auszuweisen. Die 16-Jährige wies sich anschließend mit ihrer e-card aus, wobei die Frau die Karte kurz ansah, und sie der 16-Jährigen wieder zurückgab.
Anschließend hätte die Frau ihr aufgetragen, sie solle „schleunigst nach Hause gehen“, dann wäre das Fahrzeug weggefahren.
Aus der Schilderung der Anzeigerin lässt sich keine Absicht der Unbekannten erkennen. Sie forderten die 16-jährige nicht auf mitzukommen, oder Geld bzw. Strafe zu bezahlen.
Ein „schlechter Scherz“ im Hinblick auf das Wochenende scheint genauso möglich, wie der Umstand, dass die Täter möglicherweise vor weiterem Vorgehen gestört wurden.

Suchtgiftdealer festgenommen

Stadt-Linz

Ein 22-jähriger afghanischer Staatsbürger wird beschuldigt seit dem Sommer bis Dezember 2018 etwa 500 Gramm qualitativ hochwertiges Cannabiskraut aus Italien nach Österreich eingeführt und in Linz gewinnbringend verkauft zu haben. Mehrere Suchgiftabnehmer, darunter ein 15-jähriges Mädchen, gaben übereinstimmend an, dass der Beschuldigte den Handel im Stadtgebiet Linz betrieben hat. Er befindet sich seit Dezember 2018 über Anordnung der Staatsanwaltschaft Linz in Haft.

Notwasserung eines Kleinflugzeuges

Bezirk Gmunden

Ein 44-jähriger Kunstflieger aus dem Bezirk Wels-Land führte im Rahmen einer genehmigten Kunstflugvorführung diverse Flugmanöver vor. Bei einer Linkskurve konnte der Pilot wegen eines Leistungsabfalles des
Motors die Maschine nicht mehr hochziehen und streifte mit der linken Tragfläche die Wasseroberfläche. Daraufhin musste der Pilot die Maschine im Wolfgangsee notlanden.
Da die Wasserrettung St. Gilgen und ein Zivilboot vor Ort waren, konnte der Pilot umgehend aus dem Flugzeug geborgen werden. Der Pilot blieb unverletzt wurde aber zur Untersuchung ins Salzkammergutklinikum Bad Ischl gebracht.
Das Flugzeug wurde ans Ufer geschleppt und dort von einem Kran geborgen. Eine Gefährdung von Personen wurde nicht festgestellt. Augenscheinlich sind auch keinerlei Betriebsmittel aus dem Flugzeug ausgetreten und es ist
keine Gefährdung der Umwelt vorgelegen.
Eine Untersuchung durch Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes, Bereich Zivilluftfahrt, findet nicht statt.

 

Elf Straftaten geklärt – drei Verdächtige ausgeforscht

Bezirk Ried im Innkreis

Elf Straftaten geklärt – drei Verdächtige ausgeforscht

Am 30. Oktober 2018 wurde die Feuerwehr Neuhofen/Innkreis zum Brand eines Altkleidercontainers im Ortszentrum von Neuhofen/Innkreis alarmiert. Im Zuge der Erhebungen wurden weitere drei Brandlegungs- und Einbruchsversuche im unmittelbaren Nahbereich festgestellt.
Am 4. November 2018 um 1:25 wurde die Feuerwehr Ried/Innkreis zu einem Brand einer Hausfassade alarmiert.
Durch die nachfolgende Medienberichterstattung meldete sich eine Zeugin, die einen entscheidenden Hinweis auf die Täter liefern konnte.
Bei den weiteren Erhebungen durch die Bezirksbrandermittler konnten noch weitere sechs Brandstiftungsversuche an Altpapiertonnen, Abfallbehältern, einem Unterstand für einen Verkaufsautomaten aus Holz, sowie an der Fassade eines Einkaufszentrums bzw. Sachbeschädigungen durch Besprühen von Hausfassaden im Stadtgebiet von Ried/Innkreis und im Ortszentrum von Neuhofen/Innkreis ermittelt werden.
Da Tatzusammenhänge zwischen den beiden Brandereignissen nicht ausgeschlossen werden konnten, wurden weitere umfangreiche Erhebungen durchgeführt.
Dabei konnten drei Verdächtige im Alter von 19 bzw. 22 Jahren aus den Bezirken Ried im Innkreis und Vöcklabruck ausgeforscht und der Staatsanwaltschaft Ried/Innkreis angezeigt werden.
Zwei Verdächtige waren geständig. Der 19-jährige Hauptbeschuldigte verweigerte jede Aussage zum Sachverhalt.
Die Höhe des verursachten Schadens beträgt ca. 17.000 Euro.

 

Klärung von zahlreichen Einbruchsdiebstählen in Kellerabteile

Landeskriminalamt OÖ

Am 17. September 2018 beobachte ein aufmerksamer Zeuge im Bezirk Grieskirchen zwei Männer, die sich in einer Wohnsiedlung verdächtig verhielten und Gegenstände in einen Pkw verluden und teilte diese Information der Polizei mit. Nachfolgend wurde bekannt, dass in dieser Wohnsiedlung aus mehreren aufgebrochenen Kellerabteilen verschiedene Gegenstände, wie Elektrowerkzeuge und Koffer, gestohlen wurden. Im Zuge der weiteren Ermittlungen durch die Beamten des Landeskriminalamtes OÖ konnten zwei bosnische Staatsbürger im Alter von 19 und 24 Jahren beim Verladen und geplanten Heimtransport sechs gestohlener Fahrräder bzw. E-Bikes, diverses Elektrowerkzeug, Motorradzubehör und Fischerutensilien im Gesamtwert von mehreren Tausend Euro betreten und festgenommen werden.
Wie sich bei den weiteren Nachforschungen herausstellte, wurden von den beiden Festgenommen seit Sommer 2017 Kellereinbruchsdiebstähle, bei denen vorwiegend hochwertige Fahrräder und Elektrowerkzeug abhandengekommen sind, verübt. Den Beschuldigten werden 64 Einbruchsdiebstähle in Kellerabteile von Mehrparteienhäusern in Linz, Linz-Land, Wels-Land, Perg, Kirchdorf an der Krems, Urfahr-Umgebung, Vöcklabruck und Grieskirchen mit einem Gesamtschaden von mindestens 162.000 Euro zur Last gelegt. Den überwiegenden Teil des gestohlenen Gutes, davon mindestens 160 Fahrräder, transportieren sie teils durch andere Personen nach Bosnien zu einem 33-jährigen Landsmann, welcher für den Verkauf sorgte. Dieser Landsmann ist als Auftraggeber und auch Verwerter des Diebsgutes anzusehen. Aus diesem Grund wurde von der Staatsanwaltschaft Steyr die Durchsuchung seiner Wohn- und Geschäftsräumlichkeiten (er agierte als gewerblicher Fahrradhändler) angeordnet und diese nach erfolgtem Rechtshilfeersuchen durch die bosnischen Kollegen im Beisein der Sachbearbeiter des Landeskriminalamtes OÖ am 30. Jänner 2019 in Banja Luka durchgeführt. Dabei konnten noch drei Fahrräder vorgefunden werden, die aus Straftaten in Oberösterreich stammen. Zahlreiche Fahrradbestandteile hatten keine Individualnummern und waren deshalb nicht mehr zuordenbar.
Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautet auf gewerbsmäßig schweren Einbruchsdiebstahl im Rahmen einer kriminellen Vereinigung. Die in Untersuchungshaft befindlichen Beschuldigten sind zum überwiegenden Teil geständig.
Leider können viele Fahrradbesitzer die Rahmennummern im Falle eines Diebstahles nicht angeben. Durch Umbauten werden für die Polizei die Möglichkeiten Fahrräder bestimmten Straftaten zuzuordnen zusätzlich erschwert. Fotos und Individualnummern – speziell von höherwertigen Gegenständen – sollten daher immer evident gehalten werden.

 

Diebstähle aus Wohnhausanlagen geklärt

Bezirk Kirchdorf an der Krems

Eine 29-jährige Beschäftigungslose aus dem Bezirk Steyr-Land stahl im Zeitraum von 1. bis 18. Dezember 2018 in mindestens 13 Angriffen aus den Gemeinschaftsräumen von Wohnhausanlagen in Wartberg an der Krems sowie aus mehreren Fahrzeugen und aus der Wohnung eines Belkannten Bekleidungsgegenstände, Schuhe, Parfums, eine Uhr und ein Mobiltelefon.
Der Gesamtschaden dieser Diebstähle beträgt etwa 1.750 Euro. Der Erlös aus diesen Diebstählen wurde vorwiegend zur Finanzierung des Lebensunterhaltes verwendet. Das bei der Beschuldigten vorgefundene Diebsgut wurde sichergestellt und nach Zuordnung an die einzelnen Geschädigten ausgefolgt.
Die Beschuldigte wurde der Staatsanwaltschaft Steyr wegen gewerbsmäßigen Diebstahls angezeigt.

 

Erfolgreiche Suchtmittelerhebungen

Bezirk Kirchdorf an der Krems

Polizeibeamte führten infolge einer Zeugenaussage, welche den Handel mit Speed und Cannabis durch zwei 25-Jährige – einem Arbeiter und einem Beschäftigungslosen – aus dem Bezirk Kirchdorf/Krems betreffe, seit Oktober 2018 umfangreiche Ermittlungen gegen diese Personen.
Im Zeitraum zwischen Oktober und Anfang November 2018 konnten dem Arbeiter, welcher weder im Besitz einer Lenkberechtigung ist, noch dessen Pkw zugelassen war, mehrere Beschaffungsfahrten großer Mengen Cannabis im näheren Umkreis nachgewiesen werden. Infolge einer Hausdurchsuchung, konnten ua. verpacktes, bzw. für den Verkauf bestimmtes Cannabis und hohe Bargeldsummen, welche vom Suchtmittelhandel herrührten, sichergestellt werden. Weitere Ermittlungen im Umfeld des Verdächtigen ergaben, dass dieser hauptsächlich Cannabis regelmäßig an unzählige Konsumenten erwerbsmäßig weiterverkaufte. Für den Zeitraum zwischen Herbst 2017 und November 2018 konnten ihm der Verkauf von in etwa vier Kilogramm Cannabis und geringe Mengen Speed nachgewiesen werden. Ein Zulieferer von dem Verdächtigen konnte ebenfalls ausgeforscht werden.
Dem Beschäftigungslosen konnte in diesem Zuge die erwerbsmäßige Weitergabe von knapp einem Kilogramm Speed nachgewiesen werden, welches er von einem bislang unbekannten Lieferanten bezog. Der Beschäftigungslose gab das Speed an wenige Abnehmer in größeren Mengen weiter. In diesem Zuge wurde er von einem 23-jährigen Beschäftigungslosen unterstützt, bzw. fungierte dieser als Partner.
Im Zuge der Ermittlungen konnten diverse „Kleinverteiler“ und ca. 30 Abnehmer, hauptsächlich aus dem Bezirk Kirchdorf, aber auch Steyr – Land, ausgeforscht und zur Anzeige gebracht werden.
Die drei Hauptverdächtigen wurden der Staatsanwaltschaft Steyr zur Anzeige gebracht.

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