Oberösterreich News 22.05.2019

Bezirk Freistadt

Lenkerin verriss Pkw bei Überholvorgang

Ein 34-Jähriger aus dem Bezirk Perg fuhr am 22. Mai 2019 gegen 15:30 Uhr mit seinem Pkw auf der B123 Richtung Obergaisbach. Im Gemeindegebiet von Wartberg ob der Aist wollte er nach links auf die L1466 abbiegen. Beim Abbiegevorgang auf die Gaisbacher Landesstraße bemerkte er zu spät, dass er von einer 26-jährigen Pkw-Lenkerin aus dem Bezirk Freistadt bereits überholt wurde. Um eine seitliche Kollision zu vermeiden, versuchte die 26-Jährige noch auszuweichen und verriss ihr Fahrzeug nach links. Dabei kam sie von der Fahrbahn ab und fuhr auf die dortige Böschung auf, wo der Pkw zum Stillstand kam. Die Lenkerin wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades ins UKH Linz eingeliefert.

 

Bezirk Linz-Land

Arbeiter von Stapler eingeklemmt

Ein 50-jähriger Staplerfahrer aus Linz transportierte am 22. Mai 2019 gegen 11:30 Uhr bei einer Firma im Bezirk Linz-Land eine Palette Sandwichpaneele mit ca. 550 Kilogramm mit dem Stapler. Er transportierte die Palette weit oben auf dem Hubmast, sodass er darunter durchsehen konnte um die Fahrtstrecke zu sehen. Der 50-Jährige fuhr mit dem Stapler nach rechts und stieß dabei mit einem Teil der Ladung an eine Säule. Die Ladung verkeilte sich zwischen Säule und Stapler. Da der Schwerpunkt der Last oben war, kippte der Stapler samt Ladung um. Während des Kippvorganges rutschte der 50-Jährige aus dem Stapler. Dabei wurde sein Kopf zwischen Boden und Rahmen des Staplers eingequetscht. Der verwendete Schutzhelm fiel während des Sturzes vom Kopf. Einige Arbeitskollegen eilten sofort zu Hilfe und hoben den umgekippten Stapler mit einem anderen Stapler auf. Es wurde Erste Hilfe geleistet und sofort die Rettung alarmiert. Der Verunfallte wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades ins UKH Linz gebracht.

 

Bezirk Ried im Innkreis

Brand nach Flexarbeiten

Ein 80-Jähriger aus dem Bezirk Ried im Innkreis arbeitete am 22. Mai 2019 gegen 9:15 Uhr in der Hofwerkstätte des landwirtschaftlichen Anwesens seines Sohnes mit einer Flex an einer Eisenkette. Nach dem Durchtrennen eines Kettengliedes verließ der Pensionist die Werkstätte. Als der 52-jährige Sohn in die Werkstätte gehen wollte, war sie bereits vollständig verraucht und ein Betreten war nicht mehr möglich. Nachdem derLöschversuch mit dem Handfeuerlöscher misslang, wurde die Feuerwehr verständigt, die den Brand rasch ablöschen und eine Brandausbreitung verhindern konnte. Bei der Brandursachenermittlung wurde festgestellt, dass der Brand mit hoher Wahrscheinlichkeit durch die Flexarbeiten ausgelöst wurde.

 

Bezirk Urfahr-Umgebung

Messerschleifer mit gefälschten Kennzeichen unterwegs

Polizisten aus Ottensheim hielten am 22. Mai 2019 einen Pkw, gelenkt von einem 22-jährigen französischen Staatsangehörigen an. Am Beifahrersitz befand sich sein 24-jähriger Bruder. Auf die Frage, was sie in Ottensheim bzw. Österreich machen würden, gaben sie an, sie seien Messerschleifer.

Im Fußraum des Beifahrersitzes wurde ein Korb mit Scheraufsätzen für Haarschneidemaschinen gefunden. Die Beiden gaben an, dass sie diese soeben abgeholt hätten und schleifen würden. Die Kennzeichen des Pkw erschienen den Beamten sehr auffällig. In der Polizeiinspektion Ottensheim wurde festgestellt, dass die Kennzeichen auf einen anderen französischen Pkw zugelassen sind.

Weiters wurde festgestellt, dass der 22-Jährige von der Staatsanwaltschaft Wien zwecks Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben ist. Beide konnten keine klaren Angaben zum Pkw und zu den Kennzeichen machen, sowie irgendwelche Dokumente vorweisen. Der Lenker wurde daraufhin wegen der Fälschung besonders geschützter Urkunden und betreten auf frischer Tat festgenommen.

Die Kennzeichen wurden sichergestellt. Nach intensiven Erhebungen konnte festgestellt werden, dass der Pkw vor etwa eineinhalb Wochen an einen Angehörigen der beiden ordnungsgemäß verkauft worden ist. Nach den Vernehmungen wurde die Festnahme wieder aufgehoben. Die Finanzpolizei wurde ebenfalls zur Amtshandlung hinzugezogen. Ermittlungen wegen Schwarzarbeit wurden eingeleitet. Anzeigen an die BH Urfahr-Umgebung wurden erstattet, die Weiterfahrt untersagt und eine Sicherheitsleistung eingehoben.

 

Bezirk Vöcklabruck

Jugendlicher verkaufte Drogen an Minderjährige

Ende Jänner 2019 wurde ein 15-Jähriger aus dem Bezirk Vöcklabruck bei einer Kontrolle beim Bahnhof in Vöcklabruck mit einer geringen Menge Marihuana betreten. Bei den anschließenden Ermittlungen stellte sich heraus, dass er das Suchtgift von seinem 14-Jährigen, ebenfalls aus dem Bezirk Vöcklabruck, gekauft hatte.

Bei umfangreichen Erhebungen zeigte sich, dass der 14-Jährige schon seit Juli 2018 Cannabiskraut gewinnbringend an vorwiegend Minderjährige, darunter auch 13-Jährige, verkauft haben dürfte. Insgesamt konnten 13 Abnehmer ausgeforscht werden, die vom Beschuldigten Suchtmittel gekauft hatten.

Die Übergaben fanden jeweils an öffentlichen Orten statt. Es besteht jedoch der Verdacht, dass die Dunkelziffer der Abnehmer deutlich höher liegt, da der 14-Jährige das Suchtgift auch auf offener Straße an ihm unbekannte Personen verkaufte.

Nach der Einvernahme sämtlicher Abnehmer wird der 14-Jährige beschuldigt, im Zeitraum von Juli 2018 bis 24. Jänner 2019 eine Menge von über 550 Gramm Marihuana verkauft zu haben. Das Suchtgift bezog er unter anderem von einem damals 14-jährigen afghanischen Asylwerber, der bereits wegen Suchtgifthandel inhaftiert ist. Er bekam es aber auch von einem 17-jährigen afghanischen Asylwerber aus dem Bezirk Vöcklabruck, der bereits in einen Suchtgifthandel in einer Vöcklabrucker Asylunterkunft Mitte 2018 involviert war.

Damals kam es zur Festnahme von drei Asylwerbern. Der 17-Jährige wird verdächtigt, den Cannabishandel nach deren Inhaftierung übernommen zu haben. Er zeigte sich geständig im Zeitraum von Juli 2018 bis 24. Jänner 2019 eine Menge von 150 Gramm Marihuana an den 14-Jährigen verkauft zu haben. Weiters zeigte er sich geständig, den 14-Jährigen als dessen Laufburschen engagiert zu haben, um so schnell und ohne unnötigen Aufwand an Geld zu kommen. Darüber soll der 17-Jährige weitere bekannte Personen mit Suchtgift versorgt haben. Die Beteiligten wurden bei der Staatsanwaltschaft Wels angezeigt.

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