Schärding: Auch Corona kann den Zusammenhalt nicht mindern – wir bleiben grenzenlos!

Die Stadt Schärding und die Gemeinde Neuhaus a. Inn sind durch Corona besonders schwer betroffen. In den vergangenen Jahren war aus der Grenze eine Nahtstelle geworden. Schülerinnen und Schüler besuchen ganz selbstverständlich Schulen auf der anderen Seite des Inns. Firmen beschäftigen Mitarbeiter von „drent und herent“ und viele Geschäfte könnten ohne Kundschaft von der anderen Seite des Inns nicht überleben. Daraus haben sich natürlich viele Freundschaften entwickelt. Aktuell sind die Menschen bis hin zu den Familien getrennt.

Die starke Verbindung von Neuhaus und Schärding hielt sogar ins bayerische Landesentwicklunsprogramm Einzug. Die beiden Kommunen wurden als gemeinsames Mittelzentrum eingestuft.

Alle Maßnahmen der aus dem Mittelzentrum begründeten interkommunalen Zusammenarbeit müssen derzeit ruhen. Die Freundschaft und enge Verbindung der Partner aus Bayern und Oberösterreich trübt die Coronakrise nicht. So ließ es sich der neu gewählte Bürgermeister von Neuhaus a.Inn Stephan Dorn nicht nehmen, einen Antrittsbesuch in Schärding zu machen. Aus Sicherheitsgründen traf man sich vor dem Rathaus. Ein gemeinsames Anliegen wurde in diesem Zusammenhang auf den Weg gebracht. Aktuell ist ein Ende der Grenzschließungen nicht abzusehen. Franz Angerer und Stephan Dorn fordern deshalb auf eine Sonderreglung für die beiden Gemeinden aufgrund ihrer Sonderstellung. Beidseits des Inns wird Druck auf die Politik gemacht. Der Neuhauser Bürgermeister Stephan Dorn hat sich im Schulterschluss mit den in Neuhaus lebenden Landtagsabgeordneten Walter Taubeneder bereits an Bundes-Innenminister Horst Seehofer gewandt. 20200506_Seehofer_Grenze

Auch Angerer hat schon viele Gespräche geführt. Ebenso sind Bayern und Oberösterreich durch die unglaubliche Disziplin der Bevölkerung vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen. Wir werden nicht locker lassen und arbeiten gemeinsam daran, dieses Ziel bald zu erreichen. Und Angerer bleibt optimistisch: „Was uns niemand nehmen kann, sind unsere freundliche Ausstrahlung und die positive Einstellung.“

Foto: Stadtgemeinde Schärding

 

 

 

 

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