Blühwiesen im Bezirk Braunau!

Ein Thema, dem sich immer mehr Menschen und Organisationen annehmen!

Blühwiesen anzulegen ist ein Trend der schon vor einigen Jahren begonnen hat. Immer mehr Ideen kommen von den Menschen aus der Region, die noch brachliegende oder ungenützte Flächen in Blühwiesen und Bienenweiden verwandeln.

Nicht nur der Stillstand in dieser Corona-Zeit tut der Natur unheimlich gut auch die immer mehr ansteigende Zahl von Blumenwiesen ist gut für die Artenvielfalt und die bunte Pracht erfreut uns alle.

3 neue Aktionen am Start!

 

 

Perwang hat als Agenda21-Gemeinde die „Perwanger Gartenvielfalt“ gestartet. Gemeindeflächen wurden zu Blühwiesen! Im Ortskern von Perwang am Grabensee wurde ein Blühstreifen angelegt, der von Frühling bis Herbst blüht. Denn mit einer Wildblumen- und Kräutermischung von mehr als 30 Sorten ist gewährleistet, dass die Malven, Sonnenblumen, Koriander, Fenchel, Königskerzen, Feld-Thymian bis hin zur Korn- und Mohnblume, das ganze Jahr über ein üppiger Blumenstrauß aus der Natur gepflückt werden kann. Nicht nur Gemeindeflächen sondern auch Hausgärten und ungenütztes Firmengelände sind Teil der Aktion. Im Rahmen des Projektes werden auch Praxisseminare und geführte Naturwanderungen durchgeführt. Auf der neu gestalteten Homepage www.perwang-mei-dahoam.at wird über die neuesten Aktivitäten berichtet – demnächst auch mit eigenen Kinderseiten.

„Engagierte BürgerInnen in Projekten wie „Blühende Vielfalt Perwang“ setzen mit eigens aufgesetzten Homepages kurzerhand auf innovative, neue Wege um auch in diesen herausfordernden Zeiten in Kontakt zu bleiben. So können sich Interessierte wertvolle Tipps von ExpertInnen für das Arbeiten im eigenen Gartenreich holen – in der Natur und in den Gärten ist bei diesem prachtvollen Frühlingswetter von Krise nämlich nicht’s zu spüren.“ freut sich Regionalmanagerin Stefanie Moser über die engagierte Fortsetzung der Agenda 21 Projekte.

Wie auch in Perwang hatte das Thema ökologische Vielfalt im Agenda21-Prozess in Höhnhart einen hohen Stellenwert. Auch dort hatten sich die Gemeinde und engagierte BürgerInnen zum Ziel gesetzt, ungenutzte bzw. unbebauten Baugrundstücke „aufblühen“ zu lassen. So wurden im vergangenen Sommer für Projektlaufzeit von drei Jahren mehrere Grundstücke in Höhnhart mit Blühmischungen bepflanzt und damit wichtige Nahrungsquellen für Honigbienen, Wildbienen und blütenbestäubende Insekten geschaffen. Obendrein freuen sich Anrainer und Bewohner über die optische Verschönerung der Flächen.

 

 

 

Projekt „Wilder Garten“ in Burgkirchen, Mauerkirchen und Uttendorf (Bild: Bgm. Albert Troppmair und Edeltraud Haberfellner mit der Landjugend beim Ansähen)

Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger aus den 3 Gemeinden können sich die benötigte Blühsamenmischung bei ihrem Gemeindeamt abholen. Helge Stangl, ein begeisterter Burgkirchner Naturfreund hat sich diesem Projekt angenommen und gibt Tipps zur erfolgreichen Gestaltung einer Blühfläche über die beigefügte Anbauanleitung oder aber auch über die sehr interessante Homepage www.wilder-garten.at.

In den nächsten Monaten wird in Abstimmung mit dem Verein für Waldpädagogik, mit Jägern, Imkern, Landwirten und ortsansässigen Biologen entlang der Mattig ein kleiner, kindgerechter Lehrpfad zum Thema Biodiversität und Blühflächen entstehen.

„LEADER fördert dieses Projekt sehr gerne, denn kein Projekt wird unserem Slogan „dahoam aufblian“ so gerecht wie diese Initiative zur Bewahrung und Förderung der Artenvielfalt in unserer Region!“, freut sich LEADER-Obmann LAbg. Ferdinand Tiefnig.

Blühwiesen und Bienenweiden in Gilgenberg und Handenberg (Bild: Familie Hirschlinger und Familie Fankhauser)

In den Gemeinden Gilgenberg und Handenberg erfreuen sich die BürgerInnen über neu angelegte Blühflächen durch die beiden Ortsbauernschaften Gilgenberg und Handenberg. „Dieser Schwung soll für eine diesbezügliche Bewusstseinsbildungsaktion genutzt werden“, sind sich Manfred Hirschlinger, Ortsbauernobmann von Gilgenberg und Hannes Fankhauser, Ortsbauernobmann von Handenberg einig.

Sie helfen gerne beim Anlegen eigener Bienenweiden und Blühwiesen. Dabei ist ihnen nicht nur der Anblick von bunten Blumenwiesen wichtig, es geht auch um die Aufwertung von Wiesen und Randflächen für Blütenbesucher, wie Schmetterlinge, Käfer und Bienen. Demnächst werden die Handenberger und Dilliberger ein Info-Blatt in ihrem Postkasten finden, wo sie die Blühsamenmischung abholen können und wie die Aussaat am erfolgreichsten wird.

„Es freut uns, dass Themen und Initiativen zum Thema ökologische Nachhaltigkeit in den Agenda 21 Prozessen und LEADER-Projekten im Innviertel zunehmend an Relevanz gewinnen und dabei wertvolle Synergien zwischen den Projekten in der Region entstehen und genutzt werden können.“ erläutern LEADER-Manager Florian Reitsammer und Stefanie Moser, Regionalmanagerin für Nachhaltigkeit und Umwelt von der RMOÖ GmbH.

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