LÜCKENSCHLUSS AM INTERNATIONALEN DONAURADWEG

LANDESRAT HIEGELSBERGER ERMÖGLICHT DEN GEMEINDEN ENGELHARTSZELL UND WALDKIRCHEN DEN LÜCKENSCHLUSS AM INTERNATIONALEN DONAURADWEG

Altbgm., Tourismusobmann Waldkirchen Herbert Strasser; Bgm.Waldkirchen Engelbert Leitner; Gemeinde-Landesrat Max Hiegelsberger; Bgm. Engelhartszell Roland Pichler; Altbgm., Tourismusobmann Engelhartszell Friedrich Bernhofer;  Foto: Land Oberösterreich

 

Am 23.11.1984 verabschiedete die ehemalige aus den sechs Gemeinden von Freinberg bis Haibach ob der Donau bestehende Fremdenverkehrs-Werbegemeinschaft Oberes Donautal unter dem damaligen Obmann Vizebgm. August Sigl aus Waldkirchen und seinem Stellvertreter Bgm. Friedrich Bernhofer aus Engelhartszell erstmals eine Resolution mit der Forderung, am rechten Donauufer von Passau bis Schlögen einen Radweg zu errichten. Der internationale Donau-Radweg Passau-Wien begann damals erst 40 Kilometer nach Passau in Schlögen.

Nach nunmehr 37 Jahren ist es den Bürgermeistern von Engelhartszell und Waldkirchen gelungen, die Förderung für die letzten rund zwei Kilometer Radweg von Oberranna bis Wesenufer in den beiden Gemeinden Engelhartszell und Waldkirchen nach schwierigen Verhandlungen durchzusetzen. Die beträchtlichen Baukosten für diesen etwa 2 Kilometer langen gefährlichen und schwierigen Abschnitt von rund 4 850 000,– Euro werden nun durch EU-Förderungen, Bundes-, Landes- und Gemeindemittel aufgebracht, damit der endgültige Lückenschluss auf Österreichs Radweg Nummer 1 erfolgen kann. Dieser Tage besichtigte Gemeinde-Landesrat Max Hiegelsberger die Radweg-Baustelle. Die beiden Bürgermeister Pichler und Leitner sowie die Tourismusobmänner und Alt-Bürgermeister Bernhofer und Strasser nützten  diese Gelegenheit, dem Land Oberösterreich für die Aufbringung erheblicher Finanzmittel aus den Ressorts von  Gemeindereferent Landesrat Max Hiegelsberger, Personalreferent Landeshauptmann Thomas Stelzer und Infrastrukturreferent Landesrat Günther Steinkellner zu danken, die den Lückenschluss erst ermöglicht haben. Landesrat Hiegelsberger unterstützt die beiden Gemeinden aus seinem Ressort maßgeblich bei den Anteilen, die von den Gemeinden aufzubringen sind.  Ein besonderer Dank gilt Klubobmann, Nationalratsabg. August Wöginger, der sich mit Nachdruck um die Genehmigung der Bundes- und EU-Förderungen bemüht hat. Hohe Anerkennung gilt den Mitarbeitern der Straßenmeisterei Engelhartszell, denen bei diesem  Baulos in schwierigem Gelände die Erfahrung beim Radwegbau im Donautal sehr zugute kommt.

Folgende fünf Bau- Landesräte waren seit 1984 im Amt, während der Aus- und Neubau des Donau-Radweges Stück für Stück auf 38 Kilometern von Passau bis Schlögen erfolgte: Winetzhammer, Kukacka, Pühringer, Hiesl und Steinkellner. Der Radweg verläuft in diesem Bereich auf Treppelwegen, Gemeindewegen und –straßen, Wegen von Kraftwerken und vor allem den Radwegabschnitten, die direkt neben der Nibelungenstraße völlig neu errichtet werden mussten.

Der Donauradweg Passau-Wien ist seit Jahren der beliebteste Radweg der Deutschen im Ausland und eine der bedeutendsten überregionalen Tourismus- und Freizeit-Einrichtungen für Gäste und Einheimische in ganz Österreich. Rund 700 000 Radfahrer sind auf Rundrouten, Kurz- und Langstrecken in den Donau-Bundesländern Oberösterreich, Niederösterreich und Wien auf dem Donauradweg in beide Richtungen und an beiden Donauufern jährlich unterwegs. Davon fahren etwa 70 000 die gesamte Strecke von Passau bis Wien.

Nicht zuletzt durch die enorm zunehmenden E-Bikes werden die Rundrouten an der Donau und über die Donauleiten hinaus ins Hinterland immer aktueller. Dem trägt der Tourismusverband Donau Oberösterreich mit dem laufenden Projekt „Donauradweg reloaded“ mit der Beschilderung und der Bewerbung von insgesamt 15 Radrunden in Oberösterreich Rechnung. Nach dem erfolgten Lückenschluss Oberranna-Wesenufer im Jahre 2022  und der Verleihung des UNESCO-Welterbes „Römischer Limes“ ist an die Einrichtung einer Limes-Welterbe-Runde auf dem Donauradweg von Passau über Engelhartszell bis Schlögen und zurück auf der nördlichen Donauseite über Obernzell nach Passau gedacht.

 

 

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