Der Internationale Frauentag lenkt den Blick auf Ungleichheit!

Frauenhaus Innviertel thematisiert die aktuelle Situation – Der Internationale Frauentag lenkt den Blick auf Ungleichheit!

Ried: Seit über 100 Jahren wird am 8. März der Internationale Frauentag weltumspannend ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Viele Forderungen, die engagierte Arbeiterinnen damals mutig und unter Einsatz ihres Lebens erkämpfen wollten, sind auch heute noch nicht auf allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ebenen erfüllt. Was unglaublich erscheint, lässt sich dennoch bei genauem Hinsehen in allen Lebensbereichen von Frauen und Mädchen nach wie vor feststellen. Die Auswirkungen der Corona-Krise wirken auf Frauenprobleme wie vermehrte Gewalt durch den Partner, geringes Einkommen, Abhängigkeit, etc. wie ein Brennglas.

„In den Jahren seit dem Bestehen des Frauenhauses haben wir anlässlich des Frauentages zu Diskussionen, feministischen Gesprächen, zu kulturellen Begegnungen oder zum Frauenfrühstück mit Informationsaustausch eingeladen“, sagt Susanne Billinger, Rechtsanwältin und Obfrau des Vereines Frauenhaus Innviertel, „in Corona-Zeiten geht das natürlich nicht. Doch es ist unverzichtbar und unerlässlich, an der Gleichstellung in finanzieller und gesellschaftlicher Hinsicht zwischen Männern und Frauen zu arbeiten, denn ohne die völlige Gleichstellung und Gleichbehandlung gibt es keine Gerechtigkeit.“

„Der Internationale Frauentag hat weder seine Berechtigung, noch seine Brisanz verloren“, stimmt auch Beirätin Monika Krautgartner zu, „ein ganz wesentlicher Punkt ist die finanzielle Gleichstellung, sie sichert Unabhängigkeit. Und natürlich das Stärken von Mädchen und Frauen auf allen Ebenen und bei allen Entscheidungen.“

Für das nächste Jahr ist wieder ein Aktionstag mit Publikum geplant, denn, so sagt Susanne Billinger: „Wir solidarisieren uns mit allen Frauen und Männern, die um Gleichstellung kämpfen und nehmen den Frauentag als Anlass zum Dialog.“

Das Frauenhaus ist rund um die Uhr unter der Nummer 07752/71733 erreichbar, gerne auch anonym.

Foto: Nico Schoßleitner

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