Individuelle Begleitung von Schwangeren in besonderen Zeiten

Hebammen-Sprechstunde: Individuelle Begleitung von Schwangeren in besonderen Zeiten

Fotolia@Thomas Reimer

Ab 1. März bietet das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried, ein Unternehmen der Vinzenz Gruppe, werdenden Müttern eine Hebammen-Sprechstunde an. Schwangere können bei Bedarf und je nach Wunsch zu einem persönlichen Gespräch in die Ambulanz kommen oder ein Telefonat mit einer Hebamme vereinbaren. Voraussetzung ist, dass sie sich vorab telefonisch für einen Termin anmelden und beim persönlichen Gespräch einen negativen Antigen-Test (nicht älter als 48 Stunden) vorweisen. Terminvereinbarungen werden von Montag bis Freitag zwischen 9 und 12 Uhr unter 07752 602-91493 entgegengenommen.

Seit einem Jahr können aufgrund der Corona-Pandemie keine Storchentage und Geburtsvorbereitungskurse mehr stattfinden. Die werdenden Eltern haben diese Termine jedoch immer genutzt, um im persönlichen Gespräch mit unseren Expertinnen und Experten ihre offenen Fragen zu klären und über die bevorstehende Geburt zu sprechen. Um diese „Informationslücke“ zu schließen, bietet die Abteilung für Geburtshilfe ab 1. März die Hebammen-Sprechstunde für werdende Mütter an.

„Für uns ist es wichtig, dass die Frauen gut informiert zur Geburt ins Krankenhaus kommen. Sie sollen mit der Situation im Kreißzimmer und auf der Geburtshilfe-Station gut zurechtkommen und sich nicht überfordert fühlen. Durch den Wegfall der Informationsveranstaltungen merken wir, dass die werdenden Mütter etwas unsicherer sind und ihre Fragen, die sie sonst im direkten Gespräch stellen würden, teilweise nicht ausreichend beantwortet sind. Die Hebammen-Sprechstunde soll dabei helfen, im persönlichen Gespräch offene Fragen vorab zu klären und mögliche Zweifel und Unsicherheiten zu entkräften, damit die Geburt so reibungslos wie möglich ablaufen kann. Am allerwichtigsten ist es, auf die Wünsche der Frau einzugehen und das geht viel leichter, wenn wir einander bereits kennen.“ erklärt Gerlinde Feichtlbauer, leitende Hebamme am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried.

Gerlinde Feichtlbauer, leitende Hebamme am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried.

Diese und weitere wichtige Themen werden in der Hebammen-Sprechstunde mit den Schwangeren detailliert besprochen und geklärt:

  • Beschwerden im letzten Schwangerschaftsdrittel
  • Was kann man geburtsvorbereitend tun?
  • Wann fährt man ins Krankenhaus?
  • Welche Phasen der Geburt gibt es?
  • Welche Geburtspositionen gibt es?
  • Muss man sich zur Geburt anmelden?
  • Was brauche ich für den stationären Aufenthalt?
  • Wann ist der erste Termin in der Schwangerenambulanz?
  • Welche Möglichkeiten der Schmerzlinderung werden eingesetzt?
  • Was passiert im Wochenbett?
  • Stillvorbereitung, Babypflege
  • Welche Besonderheiten gibt es während der Pandemiesituation? Darf der Vater zur Geburt kommen? Dürfen Geschwisterkinder zu Besuch kommen?

Werdende Mütter sollten jedoch spätestens in der 37. bis 38. Schwangerschaftswoche einen „Kennenlern-Termin“ in der Schwangerenambulanz vereinbaren, falls noch kein Kontakt besteht, damit das Geburtshilfe-Team auf die entsprechenden Daten zugreifen kann, wenn die Wehen einsetzen.

„Unser Ziel ist es, die Geburt so natürlich wie möglich ablaufen zu lassen, aber gleichzeitig auch so sicher wie nötig. So fühlen sich werdende Eltern gut aufgehoben und betreut und können in einer geborgenen und sicheren Atmosphäre mit persönlicher Zuwendung in das Familienleben starten“, skizziert Prim. Dr. Walter Dirschlmayer, Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am Rieder Schwerpunktkrankenhaus sein Bild der modernen Geburtshilfe.

Prim. Dr. Walter Dirschlmayer, Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe

Aktuelle Informationen, FAQs und einen Videoclip zur Geburtshilfe im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried gibt es auf www.bhs-ried.at.

 

 

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