Oö. Agrarpreis 2019: Die Siegerinnen und Sieger stehen fest

„Oberösterreichs Landwirtschaft lebt von Vielfalt und
Innovation, sie braucht aber auch Bewusstseinsbildung.
Der Agrarpreis 2019 präsentiert den multifunktionalen Wert der
Landwirtschaft der breiten Öffentlichkeit.“
Agrarlandesrat Max Hiegelsberger

Agrarpreis holt die Entwicklungsabteilung der Landwirtschaft vor den Vorhang.

So wie ein Unternehmen neben der Produktionsabteilung auch eine Entwicklungsabteilung betreibt, entwickelt auch die „Firma Landwirtschaft“ zahlreiche Ideen und Innovationen auf den Bauernhöfen in Oberösterreich. Diese Spezialisierungen sind keine Frage von „groß“ oder „klein“ in der Betriebsgröße. Sie erfordern Leidenschaft und das Erkennen und Nutzen von Chancen am Markt. Letztlich geht es um die Generierung von Einkommen für die
bäuerlichen Familien.

Um diese Innovationen und Erfolgsbeispiele vor den Vorhang zu holen, hat Agrarlandesrat Hiegelsberger den „Oö. Agrarpreis 2019“ ausgeschrieben. 69 Einreichungen belegen die hohe Qualität an Weiterentwicklungs-Ideen in der Landwirtschaft.

Eine Fachjury hat in den drei Kategorien

„Innovation und Marketing“,
„Einkommensalternativen und Diversifizierung“ sowie
„Produktivität und besondere Produktionsmethoden“

die qualitativ sehr hochwertigen Einreichungen gereiht und letztlich die 15 Preisträger ausgewählt.

Ausgezeichnet wurden Projekte und Projektträger, die in besonderer Weise ein positives und innovatives Bild der Land- und Forstwirtschaft wiedergeben, Arbeitsplätze und Einkommen im ländlichen Raum ermöglichen, die Produktivität der landwirtschaftlichen Produktion erhöhen und eine nachhaltige und ressourcenschonende Landwirtschaft weiterentwickeln. „Die Land- und Forstwirtschaft ist ein bunter und lebendiger Wirtschaftszweig, besonders in Oberösterreich. Durch den Agrarpreis werden diese Vielfalt und die ständige
Weiterentwicklung auch der breiteren Öffentlichkeit zugänglich. Ich gratuliere den Preisträgerinnen und Preisträgern daher sehr herzlich. Sie zeigen der gesamten Bevölkerung und auch den Bäuerinnen und Bauern selbst, was man mit Leidenschaft und Fachwissen erreichen kann“, so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.

Je Kategorie werden ein Hauptpreis mit 3.000 Euro, ein zweiter Preis mit 2.000 Euro, ein dritter Preis mit 1.000 Euro sowie in Summe sechs Anerkennungspreise zu je 500 Euro vergeben.

1. Preis Kategorie „Innovation und Marketing“:

Leopold Ahrer, Verein Nahtur, Brunnbach 2 in 4463 Großraming Regionale Vermarktungsinitiative Jungrindfleisch „BIOKEIWI“

1. Preis Kategorie „Einkommensalternativen und Diversifizierung“:

Johann Klinger, Tannberg 9 in 5221 Lochen am See Gastronomie am Rathmacher Hof am Tannberg

1. Preis Kategorie „Produktivität und besondere Produktionsmethoden“:

Markus, Rosa und Josef Gruber, Ober St. Georgen 46 in 4372 St. Georgen am Walde Tierwohlstall 4.0

 

Kurzportrait der drei mit dem Hauptpreis ausgezeichneten Projekte:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regionale Vermarktungsinitiative Jungrindfleisch „BIOKEIWI“ Verein Nahtur, www.biokeiwi.at
› Aufbau einer gemeinsamen Vermarktung und Marke für Jungrinder aus biologischer und tierfreundlicher Produktion (stressfreie Schlachtung, Stärkung Direktvermarktung, Kooperation, Regionalität)
› Kooperation zwischen vier landwirtschaftlichen Betrieben
› Erhöhung der Wertschöpfung aus Mutterkuh-Haltung in der Nationalpark Kalkalpenregion
› Offenhaltung der Kulturlandschaft durch Beweidung
› Beitrag zum Aufbau eines regionalen Produktkorbes und damit regionaler Identität

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gastronomie am Rathmacher Hof am Tannberg, Johann Klinger, 5220 Lochen am See, Tannberg 9, www.rathmacher.at
› Rückkehr des Betriebes in den Vollerwerb beruhend auf den drei Geschäftszweigen Solidarische Landwirtschaft, ObstSelbsternte-Garten und Landcafe
› 2015 Reaktivierung des Betriebes, Anlage der Bio – Obst- und Beeren Selbsterntekultur
› 2018 Ausbau der Gastgewerbeprojektes „Landcafe Rathmacher“
› Aktuell 27 Ernte-Anteil-Nehmer vertraglich gebunden
› Eigenes Gemüse und Produkte werden selbst verwertet Überschuss wird im Dorfladen weiterverkauft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tierwohlstall 4.0 – Der wahrscheinlich modernste Milchviehstall in Österreich Gruber Markus, Rosa und Josef
4372 St. Georgen am Walde, Ober St. Georgen 46
› Ziel: dem Hofübernehmer einen Vollerwerbsbetrieb zu schaffen
› Neubau eines besonders tierfreundlichen Milchviehstalles für 70 Tiere in steiler Hanglage, sparsamer Umgang mit Bauland und besonderes Unterbaukonzept, unter dem Stall befinden sich eine Maschinengarage u. der Güllekeller
› Zum Zweck des Tierwohls und der Arbeitsqualität volle Automatisierung: Melk- u. Fütterungsroboter, Entmistungsroboter, Tiefboxen, Kuhbürste
› Zentrale Bedienung aller Technikkomponenten per Smartphone möglich
› Zusammenarbeit mit regionalen Firmen – Wertschöpfung in der Region

Fotos: Land OÖ/Silber

Folgenden drei Teilnehmern wird ein 2. Preis verliehen.

2. Preis Kategorie „Innovation und Marketing“:
Hubertus Haselberger, Christine und Adi Wenzl, Holzhaus 1 in 4541 Adlwang bei Bad Hall
Hofladen und Restaurant im Holzhaus E1NS

2. Preis Kategorie „Einkommensalternativen und Diversifizierung“:
Maria Seyerlehner, Neustift 8 in 4443 Maria Neustift
Seyerlehnerhof – Zimmer und Ferienwohnungen

2. Preis Kategorie „Produktivität und besondere Produktionsmethoden“:
Hans Reisetbauer, Zum Kirchdorfergut 1 in 4062 Kirchberg-Thening
Axberg Wodka, Williamsbirnenbrand, Reisetbauer & Son Single Malt Whiskey

Folgenden drei Teilnehmern wird ein 3. Preis verliehen.

3. Preis Kategorie „Innovation und Marketing“:
Karl Sternberger, Obmann Musikverein Sipbachzell, Promenade 25b in 4020 Linz
Total Regional – Wir tragen Verantwortung, beim „MusiVoixFest 2018“ in Sipbachzell

3. Preis Kategorie „Einkommensalternativen und Diversifizierung“:
Andrea Pülzl, Raiffeisenplatz 1 in 4661 Roitham amTraunfall
FoodCoop als Einkommensstandbein für Qualitätserzeugnisse aus kleinstrukturierter Landwirtschaft

3. Preis Kategorie „Produktivität und besondere Produktionsmethoden“:
Ing. Gerhard Schiefermüller, In der Haberfelden 1 in 4613 Mistelbach bei Wels
Pasteurisiertes Obst -konventionell und Bio

Sechs weitere Teilnehmer erhalten einen Anerkennungspreis:

Anerkennungspreis Kategorie „Innovation und Marketing“:
Martin Sageder, Atzgersdorf 4 in 4141 Pfarrkirchen
LOMO ALTO Organico

Anerkennungspreis Kategorie „Innovation und Marketing“:
Franz Jenichl, ARGE Genuss Hoch 3, Wagham 1 in 4772 Altheim
GENUSS HOCH 3

Anerkennungspreis Kategorie „Einkommensalternativen und Diversifizierung“:
Handberg 33 in 4391 Waldhausen
Ofenholz aus Oberösterreich

Anerkennungspreis Kategorie „Einkommensalternativen und Diversifizierung“:
Sylvia und Christopher Strauss, Angernstraße 4 in 4451 Garsten
Straussi’s Hofladen

Anerkennungspreis Kategorie „Produktivität und besondere Produktionsmethoden“:
Daniel Spielbüchler, Schüttangerstraße 34 in 4824 Gosau
Gosauer Genusskorb

Anerkennungspreis Kategorie „Produktivität und besondere Produktionsmethoden“:
Leopold Holzmann, Harlingsedt 67 in 4280 Königswiesen
Tierwohl rechnet sich – Eigenaufzucht von Küken bringt‘s

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