Pischelsdorf setzt auf Bürgerbeteiligung

Dein Ort, deine Zukunft, deine Ideen? Pischelsdorf setzt auf Bürgerbeteiligung.

Wie wollen wir morgen wohnen? … Energiewende – jetzt oder nie! … Die Zukunft unserer Arbeit … In Würde alt werden … Den Ortskern beleben und gestalten … Diese und weitere sieben Themenfelder finden sich im „Bunten Fragebogen“, der an alle Haushalte verschickt wurde. Damit startet die Gemeinde Pischelsdorf den Agenda 21-Prozess zur Erstellung seines Zukunftsprofils. „Die Bürgerinnen und Bürger möchten wir aktiv mit einbinden“, verspricht Bürgermeister Gerhard Höflmaier, „denn mutige Zukunftsideen brauchen den Rückhalt und die breite Mitwirkung der Bevölkerung“.

Namhafte Zukunftsforscher sind davon überzeugt, dass die Corona-Krise, aber auch Themen wie Umwelt und Klima, Wandel der Arbeitswelten, Gesundheit und Pflege oder die Digitalisierung aller Lebensbereiche einen kräftigen Veränderungsprozess auslösen und diesen auch beschleunigen werden. Als ländliche Gemeinde wie Pischelsdorf kann man zuwarten, was passiert, oder den Wandel als Chance sehen. „Die Agenda 21 ist ein bewährtes Modell, wie in Gemeinden die Weichen für eine nachhaltige, zukunftsfähige Entwicklung gestellt werden können“, versichert DI Stefanie Moser vom Regionalmanagement OÖ, die der Gemeinde beratend und für die finanzielle Förderung des Landes OÖ zur Seite steht.

Die Ergebnisse des „Bunten Fragebogens“ werden die Grundlage dafür sein, bereits im Frühjahr 2021 gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern das Pischelsdorfer Zukunftsprofil zu erarbeiten. Dann wird es im Gemeinderat als verbindliche Richtlinie beschlossen. Es ist auf einen Planungszeitraum von bis zu 10 Jahren ausgerichtet, um auch größere Vorhaben qualitätsvoll entwickeln und realisieren zu können. Weitere Meilensteine dieser überparteilichen Initiative werden die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sein und vor allem die 1. Pischelsdorfer Gipfelkonferenz. Bei dieser werden gemeinsam bereits vor dem Sommer 2021 erste Startprojekte zur Umsetzung festgelegt und die Arbeitsgruppen dazu gebildet.

Den Umbruch in den Dörfern zum Aufbruch ihrer Menschen zu machen, dies ist ein Erfolgsrezept, das auch in Pischelsdorf gelingen soll. Deshalb bittet die Gemeinde darum, dass möglichst viele – auch aus den Ortsteilen – bis 30. November den Fragebogen ausfüllen. Haushalte mit mehr als einer Person über 16 Jahre können sich weitere leere Fragebögen im Gemeindeamt abholen. Abzugeben sind sie im Gemeindeamt oder bei der Raiffeisenbank Pischelsdorf. Mit dem beigelegten Rückantwort-Kuvert kann er auch kostenfrei über die Post retourniert werden.

Bürgermeister Gerhard Höflmaier lädt die Bevölkerung ein, sich an der Fragebogen-Aktion zu beteiligen und anschließend bei einer der Sammelbox im Gemeindeamt oder in der Bank abzugeben. Foto: Gemeinde Pischelsdorf

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