3,2 Mio. Euro Fördermittel für Projekte in vier Innviertler Stadtregionen

Vier Innviertler Stadtregionen arbeiten seit 2017 an einer kooperativen Stadt-Umlandentwicklung. Nun trägt die gemeinsame Entwicklungsarbeit Früchte: Insgesamt konnten 23 Projekte mit einem Projektvolumen von mehr als 4,6 Mio. EUR im Rahmen des Förderprogrammes EFRE-IWB 2014-2020 für das Innviertel eingereicht werden.

Im Innviertel haben vier Kernstädte – Mattighofen, Braunau, Ried und Schärding – samt ihren Umlandgemeinden die stadtregionale Arbeit im Jahr 2017 aufgenommen. Am Beginn jeder stadtregionalen Entwicklung stand die Ausarbeitung einer gemeinsamen Strategie für die Zukunft mit gemeinsamen Zielsetzungen und Umsetzungsmaßnahmen. Nach einjähriger strategischer Arbeit wurde mit der Fördereinreichung der gemeinsamen Maßnahmen – gemäß Förderprogramm in den zwei Schwerpunkten Nahmobilität (Rad- und Fußgängerwege) und Siedlungsoptimierung – gestartet. Keine der Maßnahmen hätte ohne die Zustimmung der Nachbargemeinden beantragt werden können. Die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit wird mit dem EU-Förderprogramm EFRE-IWB und einer Kofinanzierung des Landes Oberösterreich belohnt.

Stadtregion Braunau
In der Stadtregion Braunau, die schon lange unter dem Namen „Zukunftsregion Braunau“ zusammenarbeitet, bildet der Radverkehr den Schwerpunkt der Kooperation. Vier Maßnahmen zur Verbesserung der Radmobilität in der Region mit Gesamtkosten von 1 Mio. Euro wurden genehmigt. Konkret betrifft dies in der Stadt Braunau einen Radweg entlang der Michaelistraße, in St. Peter den Radweg in Haidfeld und in Burgkirchen die Ertüchtigung der Gemeindestraße Atzing für den Radverkehr. Die Wichtigkeit des Themas wird auch am grenzüberscheitenden Austausch mit dem bayerischen Simbach und dessen Umlandgemeinden bei den jährlichen grenzüberschreitenden Bürgermeisterkonferenzen deutlich.


Infos zur Stadtregion Braunau: https://www.rmooe.at/projekte/stadt-umland-kooperation-zukunftsraum-braunau

 

Stadtregion Mattighofen
Die Stadtregion Mattighofen war die erste Stadt-Umland-Kooperation, die im Innviertel die gemeinsame Regionsarbeit im Juni 2017 startete. Inzwischen befindet sich in Munderfing die „Offene NetzWerkstatt Innviertel“ bestehend aus einem FabLab, einer Holzwerkstatt und einer Schlosserei, in der jeder seine eigenen Projekte umsetzen kann und die als „erweitertes“ Klassenzimmer dient, in Umsetzung. Zudem wird das Thema nachhaltige und bedarfsgerechte Mobilität in der Stadtregion großgeschrieben. Zusammen mit weiteren fünf Gemeinden aus dem Bezirk Braunau wurde eine Detailstudie zur Planung eines Ruf- und Sammeltaxis, das als optimale Ergänzung zu den bestehenden ÖV-Angeboten dienen soll, genehmigt und beauftragt.
Die Gemeinde Pischelsdorf setzt gemeinsam mit der Gemeinde Munderfing ein abgestimmtes Naherholungsangebot für die Stadtregion um. Dabei entsteht in Pischelsdorf ein Generationenplatz, welcher durch einen Pumptrack in Munderfing ergänzt wird. Die Gemeinde
Pfaffstätt optimiert eine wichtige Fuß- und Radverbindung zwischen Mattighofen und Pfaffstätt – die Schulstraße – durch Neuasphaltierung. Weitere Radwege in Schalchen und Mattighofen sind geplant. In Summe belaufen sich die beantragten Fördermittel für die Stadtregion auf rund 0,8 Mio. Euro.


Infos zur Stadtregion Mattighofen: https://www.rmooe.at/projekte/stadt-umland-kooperation-stadtregion-mattighofen

 

Stadtregion Ried
Das Ziel eines lebenswerten Raumes, in dem Wirtschafts-, Siedlungs- und Verkehrsentwicklung Hand in Hand gehen, verfolgt auch die Stadtregion Ried. Der Schwerpunkt liegt auf der Radmobilität. Ein Hauptnetz an Radrouten für die Stadtregion wurde festgelegt. Insgesamt wurden in der Stadtregion dafür rund 0,8 Mio. Euro Projektkosten und rund 0,6 Mio. Euro Fördermittel für Radwege beantragt. Zweites großes Thema sind Maßnahmen für die Naherholungsräume, deren Erhaltung und Erreichbarkeit in einer zukünftigen Wohn- und Siedlungsentwicklung eine wesentliche Rolle spielen muss. Im Stadtpark Ried wird ein stadtregionaler Generationenpark umgesetzt, der Rieder Wald in Aurolzmünster soll als bedeutendes Naherholungsgebiet aufgewertet werden. Das gesamte Naherholungsangebot wird mit einheitlichen, attraktiv gestalteten Info-Points und einheitlicher Beschilderung präsentiert und beworben. Für diese Projekte wurden Gesamtkosten von 0,7 Mio. Euro eingereicht und bereits genehmigt.


Infos zur Stadtregion Ried: https://www.rmooe.at/projekte/stadt-umland-kooperation-stadtregion-ried

 

Stadtregion Schärding
Die vier Gemeinden Schärding, Brunnenthal, St. Florian und Suben sehen ebenfalls die Alltagsmobilität – sprich den Fußgänger und Radverkehr an oberster Stelle ihrer stadtregionalen Agenda. Konkrete Rad- und Gehwege wurden für Suben und Brunnenthal genehmigt. Schärding und St. Florian haben eine weitere vertiefende Detailplanung von Radinfrastrukturlösungen entlang der Linzer Straße und Subener Straße beantragt und genehmigt bekommen. Somit fließen in Summe 0,3 Mio. Euro Fördermittel in die stadtregionale Nahmobilität. Weiters wurden in Suben und Schärding „Hotspots der Naherholung und des gesellschaftlichen Miteinanders“ genehmigt. An drei innerstädtischen Plätzen in Schärding und im Ortskern von Suben und der Subner Bucht entstehen attraktive Plätze mit Ruhe-Zonen und erweitertem Naherholungsangebot. Für diesen Schwerpunkt wurden den Gemeinden rund 0,2 Mio. Euro zugesagt. Weiters soll im Subner Ortskern ein ehemaliges Stallgebäude zu einem „Haus der Region“ umfunktioniert werden. Offene Räume für Vereine, Bürgerinnen und Bürger, kleinere Veranstaltungen, etc. sollen dort entstehen. Dafür erhält die Gemeinde rund 0,3 Mio. Fördermittel.


Infos zur Stadtregion Schärding: https://www.rmooe.at/projekte/stadt-umland-kooperation-stadtregion-schärding

Bei der Projektentwicklung und Förderantragstellung haben die RMOÖ-Regionalmanagerinnen Jennifer Daferner und Sandra Schwarz die Projektträger beraten und tatkräftig unterstützt. Auch die Umsetzung der Projekte und die Weiterentwicklung der Stadtregionen wird von der Regionalmanagement OÖ GmbH begleitet.

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