Finalkonzert des XV. Internationalen Orgelfestivals Schärding

Das XV. Internationale Orgelfestival Schärding beschließt seinen heurigen Konzertzyklus mit dem Ulmer Organisten Joseph Kelemen.

Das Orgelkonzert an der Nelsonorgel in der Kurhauskirche Schärding findet am Freitag, dem

14. September, um 19.30 Uhr statt.

Joseph Kelemen wurde 1957 in Budapest geboren. Nach Studien an der Franz Liszt Musikuniversität seiner Heimatstadt, der Schola Cantorum Basiliensis in Basel und der Hochschule für Künste in Bremen (Orgelklasse: Harald Vogel) widmet er sich der historischen Aufführungspraxis an der Orgel und gilt als Kenner insbesondere der deutschen Orgelmusik des 17. Jahrhunderts und der Musik Johann Sebastian Bachs.

Rundfunk-produktionen, Interpretationskurse, Kelemen gilt ausgewiesener Spezialist auf dem Gebiet „Alter Fingersatz“; CDs: Seine jüngste beim OehmsClassics-Verlag erschienene CD mit Musik Johann Caspar Kerlls gewann den Preis der Deutschen Schallplattenkritik sowie den französischen „Diapason d’or“. Kelemen ist als Organist an St. Johann Baptist Neu-Ulm tätig.

Die Römisch-Katholische Welt feiert am 14. September das Fest der Kreuzerhöhung. Das Programm des Konzertes geht in der Gestaltung auf dieses Fest ein, wenn auch das Wort „Kreuz“ in keinem der Titel vorkommt. Der (zum Komplet) gesungener Hymnus „Christe qui lux es et dies“ (Praetorius) und der Choral „Erbarm dich mein, O Herre Gott“ (Scheidemann) sind textlich der Fastenzeit zuzuordnen. John Dowlands berühmte „Pavane Lachrymae“ (Schildt) spricht von „Tränen“. Die Orgelwerke stehen – bis auf Scheidemanns „Magnificat“ – alle in einer Moll-Tonart, mehrere in d-Moll.

Trotz dieser Vorgegebenheit kommt eine gewisse „Erhöhung“ des Gemüts in manchen virtuos gefassten Werken des Programms – wie in Sweelincks „Toccata“ und Lübecks „Praeludium“, beide in d-Moll – gut zum Ausdruck.

Foto: Privat

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