Mit dem OÖ. Roten Kreuz sicher durch die Wandersaison

Mit dem OÖ. Roten Kreuz sicher durch die Wandersaison

Ambitionierte Gipfeltouren rund um das Dachstein-Massiv, Weitwandern im hügeligen Mühlviertel, eine Pilgerreise durch ferne Länder oder eine gemütliche Tour vor den Toren der Stadt: Die Sommerhitze ist vorbei und die Wanderschuhe stehen bereit für landschaftliche Abenteuer.

Wandernd die Natur genießen, den Duft der Wälder einatmen und mitten in der herbstlichen Landschaft den Alltag hinter sich lassen. All das liegt in unserer Zeit im Trend. Wanderer gab es aber schon im Mittelalter: Der erste historisch dokumentierte „zweckfreie“ Wanderer hieß Francesco Petrarca und kam aus Italien. Er packte seinen Rucksack und bestieg im Jahr 1336 mit seinem Bruder den Mount Vertroux (1900m). Egal, ob Wetterumschwünge, Blasen an der Ferse oder ein Sturz. Auch Francesco wusste schon damals: Wanderer müssen für alle Fälle gerüstet sein. Eine Rucksack-Apotheke muss einfach mit. Wer sportlich unterwegs ist, muss damit rechnen – es kann immer etwas passieren.

Was gehört in eine Outdoor-Apotheke?

Verbandszeug. Sterile Wundauflagen, Blasenpflaster, Mullbinden, ein Dreiecktuch, verschiedenste Pflasterstrips, Handschuhe, eine Rettungsdecke oder ein Beatmungstuch gehören zur Grundausstattung.

Medikamente: Gewissenhafte Wanderer denken vor jeder Tour auch an Sonnen- und Insektenschutzmittel, Sportgel, Wundheilsalbe und an individuelle vom Arzt verschriebene Medikamente.

Was tun bei Blasen?

Gerötete, leicht erhabene Hautstellen sofort mit einem (Blasen)Pflaster abdecken. Wichtig: Dieses glatt aufkleben, damit sich keine Falten bilden. Blasen nicht öffnen, bevor sie eingetrocknet sind. Bereits geplatzte Blasen mit einer antiseptischen Lösung spülen und mit einer sterilen Auflage abdecken.

Quetsch- und Platzwunden

Es kann schon mal vorkommen, dass Wanderer stürzen und sich schwerer verletzen. Wenn durch einen Sturz, einen Schlag, einen Schnitt oder einen Stich nicht nur die obere Hautschicht, sondern auch tiefer liegende Weichteile verletzt werden, den Verletzten hinlegen, nie im Stehen behandeln. Kleine Platz- oder Schnittwunden vorsichtig mit klarem Wasser säubern und mit einem sterilen Verband bzw. einem passenden Pflaster abdecken. Kann die Tour fortgesetzt werden, stets kontrollieren, ob sich die Wunde entzündet.  Tiefe und stark verschmutzte Wunden bis zur medizinischen Versorgung mit einem sterilen Verband abdecken. Größere Fremdkörper in einer Wunde dürfen auf keinen Fall entfernt werden! Tiefere Wunden müssen so rasch wie möglich (innerhalb von sechs Stunden) genäht werden.

 

Mit dem Rucksack zum Gipfelkreuz – Wandern liegt im Trend. 

Österreich. Juni 2015. Sonnenstich. Zwei Männer wandern, einer trägt eine Kopfbedeckung, der andere nicht. Als dem Mann ohne Sonnenkappe schwindlig wird und er Kopfschmerzen bekommt, hilft sein Freund ihm, sich in den Schatten auf den Boden zu setzen und sorgt für Abkühlung. Er tränkt mit Wasser aus der Trinkflasche ein Dreiecktuch und hält es an seinen Kopf. Er hält die Trinkflasche in seiner Hand. Querformat. Foto: ÖRK/Thomas Holly-Kellner

 

Outdoor-Kurse verbinden Wandern und Wissen

In 99 Prozent der Fälle passiert nichts, aber im Ausnahmefall bereit zu sein, lohnt sich zu 100 Prozent. Aus diesem Grund bietet das OÖ. Rote Kreuz ab 27. September wieder flächendeckende Erste-Hilfe-Kurse an den Dienststellen an. In Outdoorkursen erfahren die Teilnehmer alles zu Wander- und Freizeitunfällen. Sie sind draußen unterwegs und lernen in der Natur, wie man im Fall der Fälle richtig handelt. Mehr: www.erstehilfe.at

 

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