Nebenschauplatz der OÖ Landesausstellung öffnet seine Pforten

Römerburgus Oberranna

Nebenschauplatz der OÖ Landesausstellung öffnet seine Pforten

Ernennung des Donaulimes zu UNESCO-Welterbe im Sommer 2019 möglich 

In einem feierlichen Festakt eröffnet heute (Freitag) Nachmittag der zweite Nebenschauplatz der OÖ. Landesausstellung 2018 „Die Rückkehr der Legion. Römisches Erbe in Oberösterreich.“ im Oberen Donautal. Die Ruinen des Römerburgus in Oberranna bei Engelhartszell (Bezirk Schärding) sind damit ab sofort für die Besucher/innen zugänglich.

BR. Thomas Scheerbauer,Armin Diwald (Stv. Landrat Passau),3. Präsidentin des OÖ. Landtages Gerda Weichsler Hauer, Landtagspräsident a.D. Friedrich Bernhofer, Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, Miguel Horn ( Künstler), Bernd Sibler, MdL. (Bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus), Roland Pichler (Bürgermeister der Marktgemeinde Engelhartszell) (Foto : LANDOÖ/STINGLMAYR)

„Erst vor wenigen Tagen haben wir den 50.000sten Besucher bei der OÖ. Landesausstellung überrascht: Ein holländisches Ehepaar, das gerade auf dem Donauradweg von Passau nach Wien unterwegs war. Das ist der beste Beweis dafür, dass die römische Geschichte in unserem Land nicht nur für die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher interessant ist, sondern auch für unsere Gäste aus dem Ausland. Der Donau-Radweg, der hier durch Oberranna und Schlögen führt, ist eben ein wichtiger touristischer Magnet“, so Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer.

Römerburgus Oberranna: Das am besten erhaltene römische Bauwerk Oberösterreichs

Bernd Sibler, MdL. (Bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus) , Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer (Foto : LANDOÖ/STINGLMAYR)

In Oberranna bei Engelhartszell errichteten die Römer vor etwa 1.700 Jahren unmittelbar über der Donau eine kleine, sehr massive Befestigungsanlage mit quadratischem Grundriss und an den Ecken angesetzten Rundtürmen. Die seit März 2017 unter der Leitung des OÖ. Landesmuseums laufenden Ausgrabungen haben alle Erwartungen übertroffen. Das aufgehende Mauerwerk steht teilweise bis in eine Höhe von über zwei Metern, die Fundamente ragen bis zu 1,5 Meter in den Boden.

Römische Legion mit        Roland Pichler (Bürgermeister der Marktgemeinde Engelhartszell) ,Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, Landtagspräsident a.D. Friedrich Bernhofer. (Foto : LANDOÖ/STINGLMAYR)

Der neu errichtete Schutzbau (Grundfläche: ca. 1.000 m²) über dem Römerburgus macht diesen archäologischen Schatz für die Öffentlichkeit zugänglich und wird ihn für zukünftige Generationen erhalten. Im Inneren des Baus führt eine zum Teil schwebende Steganlage in Stahl-Holzkonstruktion die Besucher/innen über die römischen Ruinen. Am höchsten Punkt eröffnet sich ein wunderbarer Blick auf die Donau und macht die strategische Lage und die Funktion des Römerburgus nachvollziehbar.

UNESCO-Welterbe Donaulimes: Fünf Fundstellen aus Oberösterreich gelistet

2018 – im Jahr des Europäischen Kulturerbes – wurde der Antrag zum UNESCO-Welterbe Donaulimes (Abschnitt West) in Paris eingereicht. Auf der Liste stehen insgesamt 98 römische Fundorte in Ostbayern, Österreich, der Slowakei und Ungarn, die zum Teil in mehrere archäologische Fundzonen untergliedert sind.

Für Oberösterreich sind fünf Fundstellen gelistet: Burgus Oberranna, Kastell und Zivilsiedlung Schlögen, Wachturm Kürnberger Wald, Teile des Linzer Schlossberges und mehrere Zonen des Legionsstandortes Lauriacum/Enns. Durch die OÖ. Landesausstellung 2018 ist es möglich geworden, Enns, Schlögen und Oberranna UNESCO-tauglich zu machen. Die Ernennung des Donaulimes zum UNESCO-Welterbe könnte im Sommer 2019 erfolgen.

Die OÖ. Landesausstellung 2018 „Die Rückkehr der Legion. Römisches Erbe in Oberösterreich“ läuft noch bis 4. November 2018 in Enns, Schlögen und Oberranna.

www.landesausstellung.at

www.facebook.com/landesausstellung

 

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