Oberösterreich News 03.03.2019

Mutter gab Drogen an Minderjährige weiter

Bezirk Ried im Innkreis

Im Zuge umfangreicher Ermittlungen wurde von Polizeibeamten erhoben, dass eine 39-Jährige und ihr 48-jähriger Ehemann, beide aus dem Bezirk Ried im Innkreis, über mehrere Jahre hinweg zunächst in ihrer Wohnung und später in ihrem Einfamilienhaus in zwei Indooraufzuchtzelten große Mengen Cannabiskraut angebaut und verkauft haben. Bei einer Hausdurchsuchung konnten bereits im Sommer 2018 zwei Indooraufzuchtzelte samt Zubehör sowie ca. 180 Gramm getrocknete Marihuanablüten sichergestellt werden.
Bei den Ermittlungen wurde bekannt, dass die 39-Jährige jahrelang neben ihren vier zum damaligen Zeitpunkt noch minderjährigen Kindern zu Hause Cannabiskraut konsumierte und in geringen Mengen angebaut hatte.
Aufgrund von Geldproblemen hat sie nach derzeitigen Erkenntnissen spätestens im Jahr 2017 begonnen, in ihrer damaligen Wohnung in den inzwischen sichergestellten Indooraufzuchtanlagen mehrmals Cannabiskraut in Großmengen anzubauen und zu ernten. Als Abnehmer konnte unter anderem ein damals 17-Jähriger aus dem Bezirk Schärding ausgeforscht werden. Dieser gab bei seiner Vernehmung an, zwischen Februar und Juli 2017 ca. 700 Gramm Cannabiskraut im Wert von etwa 5.500 Euro von der Beschuldigten gekauft, die Drogen jedoch nicht zur Gänze bezahlt zu haben. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich außerdem heraus, dass der 17-Jährige im November 2017 Opfer eines versuchten schweren Raubes wurde. Als Täter konnte der damalige 20-jährige Freund der Tochter der 39-Jährigen ausgeforscht werden. Dieser wusste von den Schulden des 17-Jährigen und wollte diese unter Gewaltanwendung, er bedrohte damals den 17-Jährigen mit einem Messer, eintreiben. Aus Angst vor dem Täter erstattete der 17-Jährige damals keine Anzeige bei der Polizei.
Im Zuge einer gerichtlich angeordneten Hausdurchsuchung bei dem Täter wurden im Februar 2019 die Tatwaffe sowie geringe Mengen Cannabiskraut und Suchtgiftutensilien sichergestellt. Der heute 22-Jährige legte ein umfassendes Geständnis ab. Es wird gegen ihn Anzeige erstattet.
Mit einem heute 18-Jährigen aus dem Bezirk Gmunden konnte noch ein weiterer damals minderjähriger Abnehmer ausgeforscht werden, an den die Frau ca. 10 Gramm Cannabiskraut verkauft haben soll.

Zumindest der zu diesem Zeitpunkt zu Hause wohnende minderjährige Sohn wusste von den Suchtgifthandlungen seiner Mutter. Zufolge der Aussagen ihres Sohnes soll sie diesem sogar Cannabiskraut für seinen Eigenkonsum weitergegeben haben. Das Ehepaar bestreitet die erhobenen Vorwürfe. Es wurde Anzeige an die Staatsanwaltschaft Ried erstattet und die Jugendwohlfahrt der Bezirkshauptmannschaft Ried informiert.

 

Handy-Ortungsdienst überführte Handtaschendieb

Bezirk Schärding

Ein vorerst unbekannter Täter nahm am 3. März 2019 in den frühen Morgenstunden bei einer Faschings- bzw. Tanzveranstaltung in Raab zwei unter einem Tisch abgelegte Damenhandtaschen samt Inhalt an sich und nahm sie mit nach Hause.
Nachdem die beiden geschädigten Frauen den Diebstahl bemerkt hatten, ermittelten sie mittels Handy-Ortungsdienst den Standort eines ihrer Handys. Dabei konnte ein Handy in einem Nachbarort geortet werden. Die beiden Frauen verständigten daraufhin die Polizei und fuhren danach mit einer Sektorstreife zum vermeintlichen Ort des Diebsgutes. Nach Rücksprache mit den Hausbesitzern wurde eine freiwillige Nachschau im Zimmer des 27-jährigen Sohnes durchgeführt und es konnten beide Damenhandtaschen samt Inhalt sowie auch das geortete Handy auf dem Boden liegend vorgefunden werden. Die Handtaschen wurden den Geschädigten wieder ausgefolgt. Der 27-Jährige wird bei der Staatsanwaltschaft Ried/I angezeigt.

 

Alkolenkerin prallte gegen Plakatwände – Beifahrer verletzt

Stadt Wels

Am 3. März 2019 um 6:30 Uhr fuhr eine 34-jährige Rumänin aus Wels in ihrer Heimatstadt mit einem Pkw auf der Linzer Straße stadteinwärts. Dabei kam sie rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte mit Plakatwänden und dahinter abgelegten Gerüstteilen einer Firma. Der Pkw wurde zurück auf die Fahrbahn geschleudert und kam am rechten Fahrstreifen zum Stillstand. Der Beifahrer und Zulassungsbesitzer, ein 41-jähriger Welser, wurde unbestimmten Grades verletzt und mit der Rettung ins Klinikum Wels eingeliefert. Die Lenkerin wurde laut ihren Angaben nicht verletzt. Ein mit ihr durchgeführter Alkotest ergab einen Wert von 2,14 Promille. Die Führerscheinabnahme und Anzeigenerstattung erfolgten.

 

Verstärkte Kontrollen am Faschingssamstag

Bezirk Kirchdorf/Krems

Am 2. März 2019 führten mehrere Polizeibeamte im Stadtzentrum von Kirchdorf/Krems bzw. im unmittelbaren Nahbereich verstärkt Kontrollen durch.
Insgesamt wurden an diesem Faschingssamstag vier Strafrechtsanzeigen und 19 Verwaltungsanzeigen erstattet sowie 53 Organmandate ausgestellt.

Unter anderem konnten die Beamten einen 34-Jährigen aus dem Bezirk Kirchdorf anhalten, welcher seit etwa zehn Jahren keine Lenkberechtigung mehr besitzt. Weiters wurden mehrere Übertretungen nach dem Kraftfahrgesetz festgestellt.
Ein 32-Jähriger und ein 61-Jähriger, beide aus dem Bezirk Kirchdorf, wurden ebenfalls zu einer Verkehrskontrolle angehalten. Bei beiden wurde ein Alkotest durchgeführt, der jeweils mit 0,68 bzw. 0,5 Promille positiv verlief.
Ein 54-jähriger Pkw-Lenker aus dem Bezirk Linz – Land entzog sich, nachdem er den Beamten seinen Führerschein aushändigte und zum Alkotest aufgefordert wurde, der weiteren Amtshandlung durch Weglaufen. Der Führerschein wurde von den Beamten einbehalten.
Bei einem 29-Jährigen aus dem Bezirk Kirchdorf, welcher mit seinem Pkw gegen eine Ampelanlage der B138 gestoßen ist, ergab ein Alkotest 3,3 Promille. Er blieb unverletzt, den Führerschein musste aber auch er abgeben.
Bei einem 31-Jährigen aus dem Bezirk Kirchdorf, welcher einen Verkehrsunfall mit Sachschaden verursacht hatte und versuchte sich dann durch Weglaufen der
Amtshandlung zu entziehen, ergab der Alkotest einen Wert von 2,32 Promille. Den Führerschein ist dieser Alkolenker ebenfalls los.

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