Oberösterreich News 05.01.2019

Hochsaison für Einsatzkräfte

Oberösterreich

Der weiterhin intensive Schneefall führt zu erschwerten Fahrverhältnissen im ganzen Land. Immer wieder rutschen Autos von den Straßen. Bei den winterlichen Verhältnissen sind die Einsatzorganisationen stark gefordert.

Immer wieder rutschen Fahrzeuge von der Straße. Die meisten Unfälle und Ausrutscher endeten zum Glück glimpflich. Weiterhin machen streckenweise Schneeglatte Fahrbahnen und Schneematsch Probleme. Zudem bläst starker bis stürmischer Westwind der für Verwehungen sorgt. Die Räumdienste sind durchwegs im Einsatz.

Drei Lawinenabgänge in Ebensee

Bezirk Gmunden

Am 5. Jänner 2019 um 12 Uhr ging in Ebensee eine Lawine aus den Steilwänden des Steinkogels ab und verschüttete dabei die Langwieserstraße auf einer Breite von etwa 15 Meter etwa 3,5 Meter hoch. Der Lawinenkegel wurde bis ca. 14:15 Uhr von 25 Mann des Bergrettungsdienstes Ebensee abgesucht und sondiert. Es konnten keine Hinweise auf Personen oder Fahrzeuge unter den Schneemassen festgestellt werden. Der oberhalb verlaufende Soleleitungsweg wurde ebenfalls kontrolliert. Es konnten keine Spuren im Lawinenbereich festgestellt werden.
Im Nahbereich der angeführten Lawine gingen zwischenzeitlich noch zwei weitere Lawinen ab, die die Straße jedoch nicht erreichten. Die Langwieserstraße wurde bis auf weiteres für den Verkehr gesperrt. Es wurden Hinweisschilder angebracht. Die weiteren Entscheidungen trifft die Lawinenkommission Ebensee.
Zur Vorfallszeit schneite es im Einzugsgebiet sehr stark. Die Außentemperatur betrug etwa 0 Grad Celsius.

 

Straßensperren im Bezirk Gmunden

Bezirk Gmunden

Aufgrund der extremen Schneefälle und der damit verbundenen starken Lawinengefahr wurde die Pass Gschütt Bundesstraße B166 in beiden Richtungen zwischen Gosau-Mühle und Gosau (StrKm 39,00 – 45,20), um 17:30 Uhr für den gesamten Fahrzeugverkehr gesperrt. Eine Umleitung ist nicht vorhanden.
Die Lawinenkommission Gosau wird am 6. Jänner 2018 gegen 8 Uhr die Lage neu beurteilen.

Ebenfalls gesperrt werden musste aufgrund der extremen Schneefälle und der damit verbundenen starken Lawinengefahr die B 145 im Bereich des Strkm 50,200, Bereich Kösslbach, von der Lawinenwarnkommission Ebensee am 5. Jänner 2019 um 15:45 Uhr für den gesamten Verkehr. Die Umleitung muss in Anbetracht der derzeitigen Witterungsverhältnisse großräumig erfolgen. Für den normalen Fahrzeugverkehr wird eine Umleitung über das Weißenbachtal eingerichtet. Die Bahnstrecke der ÖBB am anderen Traununfer ist von der Sperre nicht betroffen.

 

Erfolgreiche Suchaktion von verirrten Personen im organisierten Schiraum

Bezirk Gmunden

Am 5. Jänner 2019 gegen 12:10 Uhr verlor eine 65-Jährige aus Gmunden im organisierten Schiraum am Krippenstein, Nahbereich Piste zum Sessellift, auf Grund widrigster Wetterverhältnisse die Orientierung und auch ihren Gatten. Dieser fuhr inzwischen ins Tal und verständigte den Lift- und Seilbahnbetreiber sowie den Bergrettungsdienst Obertraun, um nach seiner Frau suchen zu lassen.

Zeitgleich wurde ein 40-Jähriger aus München im Bereich der Krippenstein Bergstation auf einen Schifahrer und einen Schneeschuhwanderer aufmerksam. Er wollte diese beiden Personen zur Gjaidalm begleiten, verlor aber ebenfalls im Bereich der Piste Kreuzung Richtung Talstation Sessellift vollkommen die Orientierung.
Weil er nicht wie abgemacht in der Unterkunft Gjaidalm erschien, hat seine Gattin ebenfalls die Rettungskräfte alarmiert.

Nach kurzer Suche konnten alle verirrten Personen von Kräften des Bergrettungsdienstes Obertraun bzw. von Mitarbeitern des Lift- und Seilbahnbetreibers gefunden und versorgt werden.

 

Pkw auf Bahnübergang wegen Schneerillen steckengeblieben – von Zug gerammt

Bezirk Gmunden

Am 5. Jänner 2019 gegen 15:16 Uhr wollte ein 55-jähriger aus dem Bezirk Gmunden mit seinem Pkw den Bahnübergang Weißenbach in Bad Goisern von der B145 kommend überqueren. Aufgrund der schlechten Fahrbahnverhältnisse durch die Schneelage blieb der Pkw-Lenker mit seinem Fahrzeug direkt auf dem Bahnübergang stecken. Durch den Zugverkehr hatten sich tiefe Rillen gebildet. Auch mit Hilfe eines Zeugen konnte das Fahrzeug nicht aus der Gefahrenzone manövriert werden.
Laut dem Lenker begann nach etwa zwei Minuten die Warnleuchte des Bahnüberganges zu blinken und die Schrankenanlage schloss sich. Nachdem sich der 55-Jährige und sein Helfer in Sicherheit brachten, wurde der Pkw vom Zug gerammt und etwa 50 Meter mitgeschoben. Der Lokführer sowie die etwa 50 Passagiere blieben ebenfalls unverletzt.
Durch die FF Bad Goisern, welche mit 15 Kräften im Einsatz war, konnte das verunfallte Fahrzeug geborgen und der Bahnübergang wieder befahrbar gemacht werden. Der anwesende ÖBB Notfallkoordinator konnte um 16:08 Uhr den Schienenverkehr wieder freigeben.

 

Pkw mit laufendem Motor gestohlen – Nachtrag

Stadt Wels

Der Tatverdächtige, ein 29-Jähriger aus Wels, konnte am 30. Dezember 2018 von Kollegen der PI Königstetten (NÖ) ausgeforscht und festgenommen werden. Er wurde im dortigen Rayon einer Personenkontrolle unterzogen, da er an mehreren Autotüren rüttelte. Im Zuge der Amtshandlung konnte der Schlüssel des gestohlenen Autos sichergestellt werden. Der 29-Jährige gab gegenüber den Polizisten zu, dass er den Pkw am Vortag in Wels gestohlen habe. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde der Mann in die Justizanstalt Sankt Pölten eingeliefert. Die Fahndungsmaßnahmen nach dem gestohlenen Pkw bleiben weiterhin aufrecht.

 

Opfer überwies 34.600 Euro an Betrüger

Bezirk Urfahr-Umgebung

Opfer eines Internetbetrugs wurde ein 47-Jähriger aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung, der über ein Internetportal einen Pkw kaufen wollte. Nachdem das Opfer einen Kaufvertrag per Mail erhalten und diesen unterschrieben hatte, überwies der 47-Jährige am 19. Dezember 2018 insgesamt 34.600 Euro für den angebotenen Pkw an einen Autohändler in Deutschland. Da er bislang keinen Pkw erhielt, erstatte der Mann Anzeige bei der Polizei. Die Ermittlungen laufen.

 

Pkw-Lenker überschlug sich

Bezirk Eferding

Am 5. Jänner 2019 um 6:05 Uhr fuhr ein 39-Jähriger aus dem Bezirk Eferding mit seinem Pkw in Fraham auf der B134 Richtung Wels, kam im Bereich der „Schlichtner Brücke“ auf der schneebedeckten Fahrbahn ins Schleudern und schlitterte auf die Leitschiene. Daraufhin hob der Pkw ab, überschlug sich, schlitterte auf dem Dach liegend einige Meter weiter und blieb auf der Fahrbahn liegen. Der Lenker konnte sich selbstständig aus dem Fahrzeug befreien. Vorbeikommende Fahrzeuglenker verständigten die Einsatzkräfte. Nach Erstversorgung wurde der 39-Jährige, der offensichtlich leichte Verletzungen erlitt, mit der Rettung ins Klinikum Wels gebracht.

 

Alkolenker wollte vor Polizeikontrolle flüchten

Stadt Wels

Alkolenker wollte vor Polizeikontrolle flüchten

Am 5. Jänner 2019 um 2:40 Uhr wollten Polizeibeamte in Wels auf der Pollheimerstraße einen Pkw-Lenker anhalten. Dieser ignorierte jedoch die Anhaltezeichen, fuhr weiter und missachtete dabei mehrere rote Ampeln.
Aufgrund der enormen Geschwindigkeit des Angezeigten verlor die Streife auf Höhe der Unterführung auf der Bahnhofstraße den Sichtkontakt zum Fahrzeug. Beim Grünbachplatz konnte danach festgestellt werden, dass der Pkw-Lenker, ein 28-Jähriger aus dem Bezirk Gmunden, offensichtlich die Kontrolle über seinen Pkw verloren hatte und gegen eine Hausmauer prallte. Daraufhin verließ der 28-Jährige den schwer beschädigten Pkw und wollte zu Fuß auf der Gärtnerstraße flüchten. Die Polizisten nahmen die Verfolgung zu Fuß auf und konnten diesen schließlich auf der Höhe der Parkgarage des Bahnhofes stellen. Da die Beamten bei dem Mann deutliche Symptome einer Alkoholisierung feststellten, forderten sie ihn zum Alkotest auf. Der 28-Jährige verweigerte jedoch.
Aus dem schwer beschädigten Fahrzeug trat Treibstoff aus, weshalb die Feuerwehr verständigt wurde. Weiters erhoben die Beamten, dass der Angezeigte nicht im Besitz einer Lenkberechtigung ist. Während der Amtshandlung wurde der 28-jährige immer aggressiver, wirkte bei der Identitätsfeststellung nicht mit und beschimpfte die Beamten auf das Gröbste. Der Angezeigte wurde einige Male aufgefordert sein Verhalten einzustellen, dabei wurde ihm auch die Festnahme angedroht. Da dieser immer aggressiver wurde, wurde er festgenommen und zur Polizeiinspektion verbracht. Der Angezeigt konnte in weiterer Folge beruhigt werden und die Festnahme wieder aufgehoben werden.
Aufgrund der Verletzungen an der Hand, die sich der Mann beim Verkehrsunfall zugezogen hatte, wurde der Mann mit der Rettung ins Klinikum Wels verbracht.
Anzeigen folgen.

 

Schneemann auf Bahngleisen

Bezirk Linz-Land

Einen schlechten Scherz erlaubte sich eine bislang unbekannte Person, die am 4. Jänner 2019 vor 23 Uhr in Leonding einen Schneemann auf das Bahngleis baute.
Um 23 Uhr erstattete der ÖBB-Notfallkoordinator telefonisch bei der Polizei Anzeige, dass es im Bereich Leonding vermutlich zu einem Bahnunfall gekommen sei.
Mehrere Polizeistreifen suchten daraufhin mit dem Koordinator der ÖBB und der Freiwilligen Feuerwehr die Bahnstrecke ab.
Der Lokführer schilderte, dass er eine Person mit einer weißen Jacke vorbeihuschen gesehen hätte. Dann hätte er einen dumpfen Schlag gehört. Der mutmaßliche Unfall hätte sich bei der Brücke nahe dem Larnhauserweg (Herderstraße) ereignet. An der geschilderten Unfallstelle konnte schließlich ein großer Schneehaufen sowie eine grüne Jacke festgestellt werden. Das Spurenbild vor Ort ließ darauf schließen, dass sich jemand einen Scherz daraus machte, einen mit einer Jacke bekleideten Schneemann direkt auf die Gleisanlage zu bauen. Unmittelbar vor der Kollision des Zuges mit diesem dürfte der „unbekannte Täter“, bekleidet mit einer weißen Jacke, die Gleisanlagen verlassen haben. Schuhspuren waren ersichtlich.
Die Bahntrasse im betroffenen Bereich war für die Dauer von 23: Uhr bis etwa 23:45 Uhr gesperrt.

 

Trio raubte Handy in Silvesternacht

Bezirk Wels Land

Ein 49-Jähriger erstattete erst am 5. Jänner 2019 Anzeige bei der Polizei, nachdem er in den Medien von einer schweren Körperverletzung in derselben Nacht in Marchtrenk mit ähnlicher Täterbeschreibung gelesen hatte.
Ein möglicher Tatzusammenhang könnte zu der schweren Körperverletzung und Sachbeschädigung von derselben Nacht gegen 4:45 Uhr bestehen, da auch hier eine ähnliche Personsbeschreibung angegeben wurde und ebenfalls drei Täter beteiligt waren:

Drei bislang unbekannte Täter raubten am 1. Jänner 2019 in der Zeit zwischen 3 Uhr und 4 Uhr in Marchtrenk vor einem Lokal in der Linzer Straße einem nach Hause gehenden 49-Jährigen aus dem Bezirk Wels-Land sein Mobiltelefon im Wert von etwa 400 Euro.
Das Opfer wurde von einem Täter aufgefordert, ihm das Mobiltelefon auszuhändigen. Nachdem es dieser Aufforderung nicht nachkam, habe ihm der Täter einen Faustschlag ins Gesicht versetzt, anschließend mit einem zweiten Täter zu Boden gerissen und ihm Fußtritte versetzt. Der 49-Jährige erlitt durch die Tritte Kopfverletzungen, beanspruchte aber keine ärztliche Hilfe.

Angesprochen wurde das Opfer von einer ca. 20-25jährigen Person, ca. 170-175cm groß, schlank, dunkle Jacke mit dunklem Kapuzenpullover, Kapuze über dem Kopf, in deutscher Sprache mit leichtem ausländischem Akzent.
Der zweite, ebenfalls ca. 20-25 jährige, Täter riss ihn gemeinsam mit der ersten Person zu Boden. Der zweite Täter war ca. 180-185cm groß, schlank und trug eine helle, vermutlich weiße, Jacke. Weiters hatte er kurze dunkle Haare, an den Seiten kurz geschoren und oben ca. 2-3 cm lang. Er sprach lediglich mit dem ersten Täter in dessen Sprache.
Zur dritten Person konnte das Opfer keine Angaben machen, diese könnte männlich oder weiblich sein und leistete vermutlich keinen aktiven Beitrag zur Tat. Alle drei Täter flüchteten nach der Tat zu Fuß in Richtung Stadtzentrum von Marchtrenk.

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