Silvester 2018: OÖ. Rotkreuz-Mitarbeiter sind für alle Fälle gerüstet

Mehr als 260 Rettungs- und Notfallsanitäter des OÖ. Roten Kreuzes sind in der Silvesternacht im Einsatz

Sie sind immer und überall zur rasch zur Stelle, wenn Menschen Hilfe brauchen: An 365 Tagen im Jahr sind die Mitarbeiter des OÖ. Roten Kreuzes an 18 Bezirks- und 87 Ortsstellen im Einsatz.

Wenn jede Sekunde zählt, ist auf die Mitarbeiter des OÖ. Roten Kreuzes Verlass. Sie spannen ein engmaschiges Netzwerk der Hilfe quer über das Bundesland und bewahren im Fall der Fälle einen kühlen Kopf. Bereits an den Weihnachtsfeiertagen, von 24. bis einschließlich 26. Dezember, standen mehr als 750 zum größten Teil freiwillige Rettungsdienst-Mitarbeiter für die 1,4 Millionen Oberösterreicher im Einsatz. Nicht zu vergessen ist das auch das Engagement der Mitarbeiter der freiwilligen sozialen Dienste, wie beispielweise dem Besuchsdienst. Sie geben Mitmenschen Nähe, die ihnen nicht nahestehen. Ihr Engagement stärkt unsere Gesellschaft.

 

Auch in der Silvesternacht sorgt die landesweit größte humanitäre Hilfsorganisation mit 120 Rettungsautos (SEW) und rund 260 Rettungs- und Notfallsanitätern für rasche Hilfe in Oberösterreich. Zusätzlich sind landesweit 18 Notarztfahrzeuge mit 36 Notfallsanitätern und Notärzten besetzt. Die Disponenten an den Leitstellen koordinieren die Rettungseinsätze in der letzten Nacht des Jahres. Sie sorgen dafür, dass die benötigte Hilfe überall ankommt.

 

Erste-Hilfe-Tipps für eine sichere Silvesternacht

Typischerweise versorgen die Rettungsdienst-Mitarbeiter in der Silvesternacht vermehrt Nachtschwärmer. Allerdings passieren immer wieder Unfälle mit Feuerwerkskörpern, die im Krankenhaus enden. „Zu den häufigsten Verletzungen zählen Verbrennungen und Hörschäden“, verrät Dr. Gerhard Lindner, Leiter der Bildungsakademie des OÖ. Roten Kreuzes. Folgende Tipps sollen die Silvesternacht sicherer machen:

 

Verbrennung

Raketen und Knaller können bei falscher Handhabung brandgefährlich werden. „Kühlen Sie die betroffene Stelle für zehn Minuten mit Wasser, das lindert die Schmerzen“, sagt Lindner. Ist der verletzten Person kalt, stoppen Sie die Kühlung. Danach die Verbrennung mit einer sterilen Wundauflage abdecken und diese mit Mullbinden locker fixieren. Bei großflächigen Verbrennungen die Rettung unter 144 rufen. In diesem Fall nicht kühlen – sonst besteht Unterkühlungsgefahr.

 

Augenverletzungen

Feuerwerke können schnell ins Auge gehen. „Entfernen Sie größere Fremdkörper auf keinen Fall selbst. Rufen Sie sofort den Notruf“, erklärt Lindner. Kleinere Partikel vorsichtig mit einem sauberen Taschentuch oder Wattestäbchen entfernen.

 

Abgetrennte Finger

Ein Fall für die Rettung sind abgetrennte Finger. Bis zum Eintreffen der Sanitäter die Blutung mit einem Druckverband stoppen und die Wunde versorgen. Abgetrennte Körperteile sind wie jede andere Wunde zu behandeln. „Wickeln Sie den abgetrennten Finger in keimfreies Verbandmaterial und geben Sie ihn sodann in ein Plastiksackerl“, ergänzt Lindner. Gut geeignet sind das Dreiecktuch oder die Rettungsdecke aus dem Verbandskasten – im Notfall geht auch ein frisch gewaschenes Stofftaschentuch. Hände weg von Eis und Wasser – mit beidem sollten abgetrennte Gliedmaßen nicht in Berührung kommen.

 

Knalltrauma

Jedes Jahr erleiden rund 1000 Menschen Hörschäden durch Böller. Hört man plötzlich schlechter und hat Schmerzen im Ohr, können das Anzeichen für ein Knalltrauma sein. In diesem Fall ins Ruhige gehen und einen Arzt aufsuchen.

 

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Credit: ÖRK/Mader

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