Kurzmeldungen Oberösterreich 22.01.2018

Kurzmeldungen Oberösterreich 22.01.2018

Bezirk Urfahr-Umgebung – Vorrangverletzung – 32-Jähriger im Pkw eingeklemmt

Ein 32-Jähriger aus Schweinbach fuhr am 22. Jänner 2018 um 6:55 Uhr mit seinem Pkw in Engerwitzdorf auf dem Güterweg Haidberg in Richtung Ortschaft Haid.
Zeitgleich fuhr ein 63-Jähriger aus Linz mit einem Klein-Lkw auf dem Güterweg Langwiesen zur Kreuzung mit dem Güterweg Haidberg. Nach eigenen Angaben dürfte der 63-Jährige den Vorrang mißachtet und in die Kreuzung eingefahren sein.
Der Pkw wurde vom Klein-Lkw fahrerseitig erfasst, in die angrenzende Wiese und durch die Wucht des Anpralles weiter bis zu einer Baumbegrenzung geschleudert. An dieser Baumreihe, die entlang eines Baches verläuft, blieb der Pkw auf der rechten Fahrerseite hängen.
Der 32-Jährige konnte nur mit der Bergeschere von der FF Schweinbach befreit werden und wurde anschließend mit Verletzungen unbestimmten Grades in das UKH Linz eingeliefert. Der 63-Jährige blieb unverletzt. An beiden Fahrzeugen entstand schwerer Sachschaden.

 

Bezirk Rohrbach – 37-Jähriger zeigte Diebstahl von Motorrad an

Ein 37-Jähriger aus Bayern zeigte am 21. Jänner 2018 um 17:13 Uhr bei der Polizei in Ulrichsberg telefonisch an, dass ihm im Schigebiet Hochficht sein Motorrad gestohlen worden sei.
Die Erhebungen ergaben, dass der 37-Jährige seinen Pkw mit deutschem Kennzeichen und mit angehängtem Anhänger, einem Autoanhänger mit grauem Planenaufbau mit einer Aufschrift, in dem das Motorrad abgestellt gewesen war, in der Zeit von ca. 12 Uhr bis 17 Uhr entlang der Holzschlager-Landesstraße, ca. 200 Meter vor dem Parkplatz des Schigebiets Hochficht, abgestellt habe.
Während dieser Zeit sei er Langlaufen gewesen und habe sich anschließend noch im Restaurant aufgehalten.
Als er gegen 17 Uhr zu seinem Pkw gekommen sei, habe er beim Anhänger nach dem Motorrad gesehen und festgestellt, dass das Motorrad nicht mehr am Anhänger war. Das Motorrad war aufrecht zum Verkehr zugelassen und hatte einen Wert von ca. 5.000 bis 6.000 Euro.

Wer Angaben zum Pkw bzw. zum Anhänger machen kann, möge sich bitte bei der Polizeiinspektion Ulrichsberg unter 059133/ 4261 melden.

 

Bezirk Linz Land – Gewerbsmäßiger Diebstahl – ein Beschuldigter in Haft

Am 18. Jänner 2018 erstattete um 14 Uhr ein Detektiv eines Geschäftes in einem Einkaufszentrum in Pasching eine Anzeige über einen Ladendiebstahl. Der 25-jährige Beschuldigte aus Serbien verwendete dazu präparierte Taschen und stahl mehrere Marken-Kleidungsstücke im Wert von rund 550 Euro. Während der polizeilichen Erhebungen wurde ein weiterer versuchter Ladendiebstahl in einem Drogeriemarkt mitgeteilt. Es stellte sich heraus, dass es sich bei diesem 22-jährigen Ladendieb, ebenfalls aus Serbien, um den Komplizen des 25-Jährigen handelte. Beide Beschuldigte waren von Kopf bis Fuß mit hochwertiger Markenkleidung bekleidet. Im Zuge der Erhebungen konnten dem 25-Jährigen zwei weitere Diebstähle von Markenbekleidung am 16. und 17. Jänner 2018 in Linz nachgewiesen werden. Der 22-Jährige steht ebenfalls unter Verdacht Kleidung in dem Einkaufszentrum in Pasching gestohlen zu haben. Das Diebesgut konnte nur mehr teilweise sichergestellt werden. Die Beschuldigten zeigten sich zu den Vorwürfen nicht geständig. Der 25-Jährige wurde festgenommen und in die Justizanstalt Linz überstellt. Der 22-Jährige wird auf freiem Fuß angezeigt.

 

Bezirk Vöcklabruck – Auto geraubt und nach Deutschland geflüchtet

Ein 37-jähriger Mann aus dem Kosovo steht im Verdacht am 19. Jänner 2018 im Bezirk Vöcklabruck ein Auto geraubt zu haben. Anschließend flüchtete er damit nach Bayern und wurde von der deutschen Polizei verhaftet.

Der Beschuldigte lauerte gegen Mittag offensichtlich seinem Opfer am Pendlerparkplatz Regau auf und raubte ihm den Fahrzeugschlüssel für seinen am Parkplatz abgestellten Pkw. Anschließend wollte er mit dem Auto flüchten, jedoch wollte das Opfer dies verhindern und riss die hintere Fahrertüre auf. Der Beschuldigte zog die Tür gewaltsam wieder zu und verletzte dabei das 70-jährige Opfer an der Hand. Der 37-Jährige flüchtete mit dem Auto über eine Verkehrsinsel, beschädigte dabei ein parkendes Auto und flüchtete mit überhöhter Geschwindigkeit Richtung B 145 – Kreisverkehr Auffahrt A 1/Gmunden. Die sofort alarmierte Polizei nahm den Flüchtigen auf der A 1 mit einer Geschwindigkeit von rund 220 km/h auf. Die Nachfahrt der Polizei verlagerte sich in weitere Folge auf die A 25 und weiter auf die A 8. Kurz vor dem Grenzübergang Suben wurde die Sicht auf das Fahrzeug verloren. Die grenzüberschreitende Fahndung endete um 15:35 Uhr im Bereich Chiemsee, denn der 37-Jährige verursachte einen Verkehrsunfall und konnte durch die deutsche Polizei festgenommen werden. Die Staatsanwaltschaft erließ einen europäischen Haftbefehl und beantragte die Auslieferung nach Österreich.

Landesverkehrsabteilung OÖ – Faustschläge auf Autobahn

Ein 45-jähriger schwedischer Staatsbürger war am 20. Jänner 2018 gegen 13:50 Uhr mit seinem Fahrzeug auf der A1 in Fahrtrichtung Wien unterwegs. Im Fahrzeug befanden sich weiters seine zwei minderjährigen Kinder. Laut dem Pkw-Lenker fuhr er auf dem mittleren Fahrstreifen, als plötzlich hinter ihm ein Pkw-Lenker sehr dicht auf sein Fahrzeug auffuhr und mehrmals die Lichthupe betätigte. Anschließend überholte der Mann, ein 51-jähriger Österreicher, den Schweden und nötigten ihn mehrmals zum Abbremsen. Schließlich hielten beide Fahrzeuglenker im Gemeindegebiet von Pucking am Pannenstreifen an und es kam zu einem Handgemenge und Faustschläge. Der Österreicher verständigte schließlich die Polizei. Der Schwede, der inzwischen seine Fahrt fortsetzte, konnte rasch im Bereich des Knoten Linz festgestellt und angehalten werden. Alle Beteiligten wurden zur Autobahnpolizei Haid verbracht. Der Österreicher erlitt eine Wunde an der Oberlippe und Schwellungen im Gesicht. Er wurde in das UKH Linz überstellt. Der Schwede wurde nicht verletzt. Vom Schweden wurde eine Sicherheitsleistung eingehoben. Die Beteiligten werden angezeigt.

 

Stadt Wels – Brüder von Unbekanntem attackiert und bedroht

Zwei Brüder im Alter von 16 und 17 Jahren waren am 22. Jänner 2018 um 1:15 Uhr in Wels auf dem Nachhauseweg und wollten über den Hintereingang das Mehrparteienhaus betreten. Beim Aufsperren der Tür kam ihnen ein unbekannter Täter über die Stiege entgegen, erfasste den 16-Jährigen, warf ihn auf die Stufen, bedrohte ihn, forderte Geld und drückte einen Schlagring gegen den Hals. Dem 17-Jährigen gelang es, dem Täter einen Schlag gegen den Kopf zu versetzten, seinen Bruder in das Haus zu ziehen und die Türe zuzumachen. Im Zuge dessen versetzte der Täter dem 17-Jährigen jedoch einen Schlag mit einem Schlagstock, wodurch dieser eine Platzwunde erlitt. Daraufhin liefen die Brüder in die elterliche Wohnung, wo deren Mutter die Polizei und Rettung verständigte. Beide Brüder wurden vom RK Wels ins Klinikum Wels verbracht. Eine durchgeführte Fahndung im Nahbereich verlief negativ.

Täterbeschreibung: männliche Person, ca. 20 Jahre alt, dunkel bekleidet, trug schwarze Sturmmaske und schwarze Handschuhe, bei der Sturmhaube schauten im Gesichtsbereich blonde Haare hervor.

 

Bezirk Ried im Innkreis – Gewalttäter verletzten und bedrohten Taxilenker

Ein 26-jähriger Mann aus Altheim, ein 34-jähriger Mann aus Burgkirchen und eine 25-jährige Frau, ebenfalls aus Altheim, waren am 21. Jänner 2018 gegen 1:30 Uhr mit dem Taxi nach Altheim unterwegs. Bei einem Zwischenstopp in Kirchheim im Innkreis schlugen die beiden Männer aus Wut über die lange Dauer der Taxianfahrt dem 48-jährigen Taxifahrer aus Taiskirchen im Innkreis mit den Fäusten ins Gesicht. Die beiden verletzten den Taxilenker dadurch unbestimmten Grades und beschädigten weiters auch seine Brille. Die zwei Männer drohten den Taxilenker weitere Schläge an, sollte er die Fahrt nicht weiterführen. Als das Taxi schließlich in Altheim angekommen war, stießen die beiden Gewalttäter Drohungen gegen die Familie des Taxilenkers aus, sollte dieser Anzeige bei der Polizei erstatten. Weiters verlangte der 26-Jährige den bereits bezahlten Fuhrlohn zurück. Nachdem die Beschuldigten das Taxi verlassen hatten, flüchtete der 48-Jährige sofort zur nächsten Polizeiinspektion. Der 26-jährige Haupttäter wurde schließlich an seiner Wohnadresse festgenommen und in die Justizanstalt Ried im Innkreis eingeliefert. Der zweite Täter wird angezeigt.

 

 

LKA OÖ – 19-Jährige befreit – engagierte Dolmetscherin gab entscheidenden Hinweis

Am 11. Jänner 2018 gegen 16:55 Uhr lief eine 20-jährige slowakische Staatsangehörige hilfesuchend einer Streife der Landespolizeidirektion OÖ, Bereitschaftseinheit, welche in Linz-Urfahr Schwerpunktkontrollen durchführte, in die Arme. Nach einer kurzen Befragung mittels telefonischer Übersetzung auf einer Polizeiinspektion und einer Einvernahme durch Beamte des Landeskriminalamtes OÖ, Menschenhandel/Schlepperei stellte sich heraus, dass die Slowakin offensichtlich ein Opfer einer Aufenthaltsehe ist.

Beschuldigt wird ein 31-jähriger Inder aus Linz, der die Vermittlung der Aufenthaltsehe durchführte. Dieser holte am 8. Jänner 2018 die 20-Jährige unter Anführen falschen Tatsachen nach Österreich, damit sie gegen Bezahlung einen 28-jährigen Inder, ebenfalls aus Linz, heiraten sollte.
Lt. Angaben der 20-Jährigen habe der 31-Jährige auch ihre 19-jährige Cousine nach Österreich geholt und sie vermute, dass ihre Cousine irgendwo festgehalten werde bzw. dass sie eingesperrt sei. Obwohl die 19-Jährige zeitweise per Internet mit ihrer Familie Kontakt hatte, konnte vorerst der Aufenthaltsort der jungen Frau nicht festgestellt werden, da keine Anhaltspunkte diesbezüglich vorlagen.
Eine Dolmetscherin für die slowakische Sprache hat aufgrund ihres Engagements, auch in ihrer Freizeit, die Ermittlungen insofern unterstützt, da sie ständig Kontakt mit der Familie der Opfer gehalten hatte und auch die entscheidenden Hinweise des Aufenthaltes der 19-Jährigen entgegennahm:
Nachdem es der 19-Jähren am 15. Jänner 2018 gegen 19:20 Uhr gelang, einen abfotografierten Folder mit den Daten des Lokales, in welchem sie eingesperrt war, an ihre Familie in der Slowakei zu senden, konnte der Aufenthalt der Abgängigen im Bezirk Rohrbach festgestellt werden.

Beim gemeinsamen Einschreiten von Beamten des Landeskriminalamtes OÖ, Menschenhandel/Schlepperei, EGS und des Bezirkes Rohrbach konnte die festgehaltene 19-Jährige in einen Raum im ersten Stock des Lokals angetroffen und befreit werden.

Die Ermittlungen ergaben, dass der 34-jährige Bruder des Lokalbetreibers, ein 34-jähriger türkischer Staatsangehöriger, die 19-Jährige in der Wohnung eingesperrt hatte.
An dieser Freiheitsentziehung wirkten auch der 43-jährige Bruder des 34-Jährigen und deren 33-jähriger Cousin, beide ebenfalls türkische Staatsbürger, mit.
Alle drei Verdächtigen wurden vorübergehend festgenommen.
Die drei Türken und der 28-jährige Inder wurden wegen Verdacht der Freiheitsentziehung sowie wegen Verdacht der Vermittlung bzw. Eingehen von Scheinehen auf freiem Fuß angezeigt.

Quelle: LPD OÖ

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