Weltschlaganfalltag 2018

4.000 PERSONEN ERLEIDEN JEDES JAHR EINEN SCHLAGANFALL

Berechnungen der OÖ. Gebietskrankenkasse zufolge, erleiden in Oberösterreich jährlich etwa 4.000 Personen einen Schlaganfall, österreichweit sind es 20.000 Personen. Schlaganfälle sind die dritthäufigste Todesursache. ZumWeltschlaganfalltag am 29. Oktober macht das OÖ. Rote Kreuz auf diese oft unterschätze Gefahr aufmerksam.

Marlene ist bei Tante Klara zu Besuch. Heute aber ist sie anders als sonst. Ihr linker Mundwinkel hängt auffällig herab und das Sprechen bereitet Tante Klare Probleme. Marlene vermutet, dass ihre Tante einen Schlaganfall haben könnte. „Jede Minute zählt. Bei einem Schlaganfall bekommt das Gehirn zu wenig Sauerstoff, das kann zu schweren Folgeschäden bis hin zum Tod führen. Schnelles Erkennen und Eingreifen kann Schlimmeres verhindern und erhöht die Heilungschancen“, sagt Dr. Aichinger Walter, Präsident des OÖ. Roten Kreuzes. Häufig trifft ein Schlaganfall ältere Menschen über 65 Jahre, jeder fünfte Patient ist aber deutlich jünger.

Verdacht auf Schlaganfall: Was ist zu tun?

Marlene beruhigt ihre Tante und spricht mit ihr. Da Marlene im Frühjahr einen Erste-Hilfe-Kurs absolvierte, erinnert sie sich an den FAST-Test:

FAST steht für

§  Face (Gesicht): Marlene bittet ihre Tante zu lächeln: Ist das Gesicht einseitig gelähmt oder verzogen?

§  Arms (Arme): Kann sie beide Arme nach vorne strecken bzw. anheben?

§  Speech (Sprache): Kann ihre Tante einen einfachen Satz nachsprechen?

§  Time (Zeit): Bei einem oder mehreren Anzeichen für einen Schlaganfall muss sofort der Notruf abgesetzt werden.

Frau mit Halbseitensymptomatik; Verdacht auf Schlaganfall, sitzt am Sofa, Enkelin stützt die Erkrankte

In jedem Fall gilt: Die Person in einer für sie angenehmen Position liegenlassen (in Seitenlage) und den Notruf kontaktieren. „Erste Hilfe rettet Leben“, meint Aichinger weiter. In den Erste-Hilfe-Kursen des OÖ. Roten Kreuzes wird das Erkennen von Schlaganfällen behandelt. Auch wenn zu 99 Prozent nichts passiert. Zu wissen, was im Notfall zu tun ist, lohnt sich zu 100 Prozent. Mehr: www.erstehilfe.at

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